Dienstag, 27. Januar 2009

Schmerzen, Angst, Frust

Gestern war es schwer im Büro nicht in Tränen auszubrechen.
Jeder Gang war eine Qual, von der An- und Abreise gar nicht zu sprechen. Ich kann eigentlich gar nicht vernünftig am Tisch sitzen, ein Mittagessen ist schon zu lang.
Aber wieder ein Krankenschein?
Nein, das geht einfach nicht.
Dafür bleibe ich heute und morgen im Homeoffice, das ist eine Möglichkeit mit der wohl alle leben können.

Meinen OP Arzt habe ich ebenfalls angerufen.
Wir wollten am Abend noch einmal telefonieren, damit ich ihm genau mitteilen kann, ob mir meine Hausärztin ein geeingetes Antibiotikum verschrieben hat.
Er wäre ja bis zum späten Abend zu erreichen.
Leider wurde wohl irgendwann ein AB eingeschaltet, so habe ich ihn ab 17 Uhr nicht mehr erreicht. Über die Zentrale ging auch nichts.
Am Morgen hat er endlich mal mit der Sprache rausgerückt, wann so eine OP "eigentlich" verheilt sein müsste. Nach 6 Wochen! Da bin ich sehr weit drüber.
Leid würde es ihm tun.
Glaube ich sogar, aber dass ich ihn am Abend nicht erreicht habe, hat mich schon sehr angekotzt.

Der Gatte zweifelt wohl auch langsam an der Richtigkeit der OP, redet aber nicht wirklich mit mir darüber, macht es auch nicht leichter.

Überhaupt ist es schwer zu reden.
Schliesslich habe ich mich ja selbst dazu entschieden und habe mich vorher beklagt.
Aber hätte ich es mir so ausmalen können?
Vorher war ich behindert, eingeschränkt und jetzt?
Es kommt mir so vor, als würde ein Trümmerhaufen an mir hängen, der sich noch überlegt, ob er überhaupt dort bleiben will.

Mir fehlt es auch so mit dem kleinen Chef zu kuscheln oder zu kleine Kämpfchen zu machen, vom ehelichen Miteinander brauche ich gar nicht erst anzufangen.

Kacke, echt!
Und nun versuche ich wieder meinen Arzt zu erreichen.

Kommentare:

locojustloco hat gesagt…

Die Richtigkeit der OP laß mal nicht in Frage stellen - aber etwas ist schiefgegangen, und nun müßten sich die Fachleute langsam mal wirklcih drum kümmern, das zu finden und dir zu helfen.

besucherin hat gesagt…

Ich sehe es wie Loco. Es muß etwas passieren und es ist auch unsinnig in Frage zu stellen, was nicht mehr zu verändern ist. Wichtig ist, dass nun etwas passiert und zwar schnellstens.

Die ichbinzuHausefallsDuredenmagst Besucherin