Mittwoch, 2. September 2009

Gestickt























Hier meine ersten Biscornus.
Das mit den Scheren, haben ich mit einem Bändchen versehen und einer Freundin als Scherenfinder geschenkt, beim gemeinsamen Nähen unserer Mittelalterkleidung haben wir nämlich schon sehr häufig nach der Schere gesucht. Sie hat sich sehr gefreut. Die Fotos zeigen Vorder- und Rückseite.


Dies war mein zweiter Versuch. Es gefällt mir mittelmässig. Zum einen finde ich die Farbe völlig belanglos und habe keine Ahnung warum ich sie gewählt habe und dann stört mich, dass die Ecken nicht mittig zum Muster sind, zumindest nicht alle Ecken.


















Und hier nun der dritte Versuch. Das dunkle Rot ist wirklich klasse, ausserdem hatte ich noch ein paar kleine Granatsteinchen, die ich noch eingestickt habe.
Mit dieser Arbeit bin ich wirklich sehr zufrieden. Es sieht weihnachtlich aus und würde sich auf einem schön geschmückten Tisch sicher gut machen.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Noch mal Schule

Die Klassen sind geteilt worden.
Das ist erst einmal schön.
Aber irgendwie haben die meisten wohl nur von der Tapete bis zur Wand gedacht.
Wie sollte es denn funktionieren, dass die Klassen kleiner werden und dennoch alle ihre Klassenlehrerin behalten?
Nun möchte der Teil, der in eine andere, neue Klasse kommt, die Teilung nicht mehr.
Oder zumindest die Kinder aus unserem Dorf hätten in die andere Klasse gemusst.
Unser Dorf sendet aber nur 3 Kinder und 8 mussten raus und genauso gross ist die Gruppe aus einem anderen Dorf.
Sogar Argumente hat man schon vorgebracht, warum es besser ist, dass wir gehen.
Ich könnt kotzen, echt.
Es gibt Tage, da fällt mir das Leben im ländlichen Raum wirklich schwer. Heute ist wieder so ein Tag.
Gegrüsst wurde ich gerade auch nur sehr verhalten, als ich die Kinder am Ausflugsort abgeliefert habe.
Auf ein direktes, freundliches "Guten Morgen" habe ich gar keine Reaktion, die gleichen Eltern noch mal gegrüsst, wieder nix und beim nächsten Versuch, bei einem Vater, nur ein leichtes Kopfnicken zurückbekommen.

Noch drei Jahre, danach wird alles anders...................................anders bekloppt . :-)

Dienstag, 7. Juli 2009

Klassenbester

Der kleine Chef ist Klassenbester geworden, so sagte die Klassenlehrerin.

Ich bin sehr stolz auf ihn und seine Leistung und habe drei Tage überlegt, ob ich es ihm sage oder nicht.
In anderen Ländern wäre es gar nicht zu einer solchen Überlegung gekommen, da hätte er vermutlich einen Buchpreis oder sonstiges dafür bekommen und eine Anerkennung vor der ganzen Klasse.
Und hier? Im Land der Dichter und Denker, wird sich fast dafür geschämt.
So habe ich mich dafür entschieden, ihm mitzuteilen, dass er der Beste war, versehen mit dem Nachsatz: Gib bitte damit nur vor deinen Großeltern und deiner Tante an. Die werden dich dafür nicht schräg ansehen.

Nun bin ich froh, dass die letzte Schulwoche läuft. Es wird Zeit für Ferien und einen besseren Start in die zweite Klasse.
Die Klassen wurden zum Glück geteilt und es geht mit deutlich weniger Kinder ins nächste Schuljahr. Die Klassenlehrerin bleibt uns erhalten, darüber freue ich mich sehr, auch über unsere - noch junge - Freundschaft, die in diesem Jahr entstanden ist.

Leider gibt es über die Schule nicht wirklich viel positives zu berichten, wir haben mit vier Erwachsenen versucht jeweils zwei positive Dinge zu nennen und es fiel uns schwer.
Schade ist das.
Aber schlimmer kanns eigentlich nicht mehr kommen.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Grenzerfahrung

Am Wochenende hat der kleine Chef mal gesehen, wo der Hammer hängt.

Bis auf die Tatsache, dass er ein schlechter Fußballspieler ist, musste er noch keine Niederlagen einstecken.
Das Leben geht im leicht von der Hand, in allen Bereichen.

Dann kam das "Bootcamp"
Nachtwanderung, Undichtes Zelt, Regen drang in der Nacht ein, Trainingseinheit vor dem Frühstück, 10 km Wanderung, wieder Training, Training bei einem anderen Trainer, bei dem alles viiiiel schneller ging und der noch strenger war....
So bekamen wir am Samstagabend einen Anruf, unser kleiner Chef hätte Heimweh.
Weinend nahmen wir ihn entgegen und auch mit nach Hause.

Die Prüfung am nächsten Tag wollte er auf keinen Fall machen, der andere Trainer wäre nix für ihn, mit dem käme er nicht klar.

Sein Trainer sagte ihm, dass er auch in dieser Woche bei ihm die Prüfung nachholen könne.
Nun, ich finde es ja nicht so dufte, dass er gekniffen hat, aber gleichzeitig ist es auch so, dass es sein Sport ist, der Spaß machen soll und er ist auch erst 7, muss sich vielleicht noch nicht allem im Leben stellen.

Zu Hause hatte er wieder Oberwasser und wünschte sich einen langen Fernsehabend mit Mama und Papa, die den Abend eigentlich ganz anders geplant hatten.

Am nächsten Morgen habe ich ihn früh aus den Federn geworfen, er sollte wieder ins Trainingslager zurück, ganz wohl war ihm nicht, aber ich hab versprochen solange dazubleiben, bis er sich wieder eingefunden hat.

Das ging schnell, an der Prüfung hat er teilgenommen, wenn auch nur als Zuschauer. Die Teilnehmermedaille und ein Geschenk hat er ebenfalls bekommen und so konnte ich ein glückliches Kind am Mittag abholen, dass nun morgen seine Prüfung nachholt.

Montag, 22. Juni 2009

Ungutes Gefühl

Ich schlafe mal wieder schlecht.
Ich wälze mich hin und her und habe das Gefühl, dass bald etwas geschehen wird.

Abwarten ist wohl nicht die richtige Taktik gerade, ich muss handeln, fragt sich nur, wie ich es anstellen soll.
Abwarten würde wohl bedeuten, dass andere für mich handeln und Tatsachen schaffen, aber wer will das schon.

Es sollte möglichst eine schnelle Lösung geben, die Zeit arbeitet im Moment nicht für mich.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Endlich ehrlich?

Wenn ich eines nicht möchte in meinem Leben, dann ist es, dass ich mit Mitte 40 von meiner Mutter zu Hause abgeholt werde, ein Kleinstwagen mit meinen Habseligkeiten gepackt wird, ich meinen Mann verlasse und zu meiner Mutter gehe.

Ne, echt nicht.

Aber wenn man keine Freunde hat, dann bleibt nur die Mutter und wenn man keinen Job hat, dann wohl auch.

Mein Mitleid mit der Nachbarin, die uns immer wieder die tolle Ehe vorgespielt hat (wobei jeder Blinde mit Krückstock bemerkt hat, dass es sogar schlecht gespielt war) hält sich in Grenzen.

Tschö und komm nicht wieder!

Wiedersehen

Ich bin voller Vorfreude, endlich wieder Holland.
Im November habe ich die Tage gebucht, zu der Zeit hatte der Gatte ein Wochenende im Zelt noch abgelehnt.
Nun gibt es ein grosses Luxuszelt und der Gatte ist dabei.
Das freut mich sehr.
Bin gespannt, ob unsere Ehe auf die Probe gestellt wird, wenn wir das neue Zelt heute abend - vermutlich im Regen - das erste mal aufbauen müssen.
Ich atme jetzt schon mal tief durch.

Und wenn ich tief atme, dann erahne ich jetzt schon die tolle Luft, rieche das Meer und spüre es auf der Haut.
Wir haben im letzten Jahr dort einen unbeschreiblich tollen Urlaub verbracht und inzwischen zieht es uns alle dort hin, mich wohl noch mehr als die anderen beiden, aber es gefällt ihnen dort ebenfalls sehr.

Ganz besonders freue ich mich auch darauf unsere Campingbekanntschaften vom letzten Jahr wieder zu sehen, wir haben uns super verstanden, Adressen ausgetauscht und uns versprochen, im Kontakt zu bleiben.
Ich war im letzten Jahr nicht wirklich kontaktfreudig, das kommt gerade erst wieder zurück, aber ich habe es vorgestern geschafft eine Mail zu schreiben.
Unsere Campingfreunde werden auch dort sein und freuen sich ebenfalls uns zu sehen.

Heute Mittag geht es los, noch rasch ein paar Sachen packen und nix wie weg.
Ach, gutes Wetter gehört für mich nicht zwingend zum Urlaub, eine Kollegin stellte gestern für sich fest, dass es bei ihr so wäre, mir ist es nicht wurscht, aber es steht nicht oben auf der Liste.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Auf der Brücke

Zwei lang gehegte Wünsche wurden endlich wahr.
1. Ich war endlich in Bremerhaven, habe meinen alten Freund H. besucht, seine Frau richtig kennengelernt und seinen Sohn zum ersten Mal gesehen. Seine Tochter eigentlich auch, das einzige Mal, dass ich sie bisher gesehen hatte, lag sie noch im Kinderwagen und war unter dicken Decken verborgen.
2. Ich habe die Polarstern betreten und besichtigt. (Virtuell geht das auch hier: http://www.awi.de/index.php?id=51&L=1)
Was soll ich sagen? Es war toll, es war riesig und es gab unglaublich viele Treppen und Leitern. Leider hat mein körperliches Gebrechen sich wieder gemeldet und so war irgendwann Schluß. Das grösste war für mich, dass ich tatsächlich auf der Brücke stand.
Als langjähriger Fan der Polarstern
(in allen Publikationen des AWI trägt das Schiff keinen Artikel, sie sprechen immer von "Polarstern" ohne die Verwendung eines Artikels. Für mich bleibt die Polarstern weiblich)
war es ein unglaubliches Gefühl dort zu stehen und aus den Fenstern zu schauen, bis in den Maschinenraum abzusteigen, die Kombüse zu betrachten, eine Kabine, viele Labore, Frachträume, Aufenthaltsräume, den Funkraum, offene Lucken und unendliche Kabelbäume, Hubschrauberlandeplätze, Flaggenschränke usw.
Ein unvergessliches Erlebnis, auch für den kleinen Chef, der gestern morgen ausführlich in der Schule berichtet hat und Karten gezeigt hat und jeden wissen liess, dass er auch unter dem Schiff stand.

Jetzt bleibt die Frage: Wie schaffe ich es, auf das schwimmende Schiff zu kommen? Da ich weiss, wo man blinde Passagiere einschliesst, möchte ich auf diese Möglichkeit verzichten.

Ansonsten hatten wir ein wirklich schönes Wochenende, viel geredet, viel zu erzählen gehabt und einen sehr herzlichen und tollen Menschen kennengelernt.
Da hat mein alter Kumpel echt eine tolle Frau geheiratet.

Hoffentlich brauchen wir nicht wieder zu lange, um uns wiederzusehen.
Wir möchten auf jeden Fall noch mal nach Bremerhaven, dort gibt es ein paar Museen, die auf uns warten.

Mittwoch, 20. Mai 2009

Besuche und Feiern

Nun ist der kleine Chef schon wieder älter geworden.
Ganze 7 Jahre ist er schon, bald wird er ausziehen und mir das Herz brechen.
Sein Herz ist im übrigen auch wieder frei. Mit seiner Freundin (Mama, ich glaube mit der F. bleibe ich für immer zusammen) ist auch nix mehr. Man hat sich zuviel gestritten und dann ist es einfach irgendwann auseinander gegangen, so der kleine Chef, als ich ihn fragte, ob er ihr zu ihrem Geburtstag Blumen pflücken wollte.
Nun sorgt er sich, dass er keine andere finden wird.
Die Angst konnte ich ihm nehmen.
Leider stehe ich nicht mehr an erster Stelle und Küsse in der Öffentlichkeit sind langsam "peinlich"
Heute morgen durfte ich aber wieder, sogar vor der ganzen Klasse, er hat mir den Knutschmund hingehalten, als ich die Nachfeiermuffins abgeliefert habe.
Da ist das Mutterherz gehüpft. :-)

Ansonsten, gibt es am Wochenende Besuch, darauf freue ich mich schon sehr, meine noch unheimlich junggebliebene Schulfreundin kommt zu Besuch, wir werden bestimmt cachen gehen, auch wenn ich bedauerlicherweise gestern unser Garmin einschicken musste. Defekt, kagge ist das.
Am Pfingstwochenende geht es nach Bremerhaven. Darauf freue ich mich auch schon sehr und dann steht auch unser langes Wochenende in Holland schon vor der Tür.

Dienstag, 5. Mai 2009

Lagerfazit

Es war für mich zu gross, ich habe ganz viel nicht gesehen
Ich habe viel Geld verdient und mir ein paar schöne Dinge gekauft, die ich unbedingt brauchte, der Gatte ebenfalls und der kleine Chef erst recht.
Ich habe wieder ein paar nette Menschen kennengelernt, einige wird man bestimmt wiedersehen.
Mit anderen erging es eher anders.
Streit gab es in der Gruppe und zwar ordentlich.
Ganz neu war: ich habe nicht mitgestritten, ich bin gegangen, feige, aber es wäre eskaliert. Was hätte ich sagen können, wenn ich bei der Wahrheit geblieben wäre? Du bist eine ganz kranke, gestörte Frau, du lügst wenn du deinen Mund aufmachst und das täglich, für mich gehörst du in eine Anstalt.
Also hab ich geschwiegen, andere die sonst sehr selten Stellung beziehen, haben etwas gesagt und viel Stärke gezeigt und da weiss ich, warum ich schon so lange mit ihnen befreundet bin, auch wenn sie manchmal seltsam sind.
Ich weiss noch nicht wie es ausgeht, es ist schwierig, bestimmt kann ich gute Miene zu bösem Spiel machen, aber will ich das?
Keine Ahnung, ist noch zu frisch.
Drei Tage ununterbrochen mit Holzschuhen herumzulaufen und noch die schwere Kleidung am Körper zu haben, ist nicht so doll gewesen. Es hat mich niedergestreckt, ein kurzes Zwischentief, einen Tag lag ich zur Hälfte im Zelt.
Der Abbau war dementsprechend.
Gleich starte ich wieder in die richtige Welt. Und werde meinen Gedanken nachhängen, warum es jedesmal an diesem Ort derart krasse Auseinanderstzungen gibt.
Und ich muss mir überlegen, was ich bei einem Nachtreffen sagen werde.

Ausserdem brauche ich neuen Stoff, meine Hüte sind gegangen wie geschnitten Brot, es gibt sogar schon Aufträge und unsere eigene Gewandung ist immer noch alles andere als perfekt.
Da steckt noch viel Arbeit drin.