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Freitag, 21. Oktober 2011

Weisheiten aus dem Museum

Heute am letzten Ferientag hatte ich einen freien Tag und mit dem kleinen Chef einen Ausflug ins Museum gemacht. Es sollte mal wieder ins Senckenbergmuseum gehen. Ich wäre auch gerne zum Schlittschuhlaufen gegangen, hatte die Wahl aber dem kleinen Chef überlassen.

Es ist schon herrlich was man von den anderen Besuchern zu hören bekommt, da gibt es Eltern die ihren Kindern erzählen, dass ein Pfau ein Strauss ist und sonstige mutwillige Verwechslungen, ich frage mich, warum lesen die Menschen nicht einfach ab, die Krönung und der Grund der mich diesen Eintrag schreiben lies war der Vater, der seinem Sohn erzählte, dass der Mond sich von der Erde abgespaltet hat und das wäre auch gut so, denn der Mond hätte dann die Aufgabe übernommen die Erde zu bremsen.

Wäre ich nicht frisch auf Nikotinentzug, dann wäre ich bestimmt hinter der Familie hinterher und hätte mir noch mehr Weisheiten angehört, heute fehlte mir dazu die Gelassenheit. Schade, wer weiss, was der kluge Vati noch so von sich gegeben hätte.

Und morgen wird endlich etwas gefilzt, ich brauche ein paar Schnüre für die Weihnachtsdeko.

Sonntag, 6. März 2011

Der Familiensampler

Es fehlt nicht mehr viel, unser Familienname und unten an der letzten Ranke habe ich mich verzählt, Mist. Da muss ich noch mal nacharbeiten, aber ich wollte unbedingt mal etwas zeigen.
Der Familiensampler gefällt mir unglaublich gut und es hat sehr viel Spaß gemacht ihn zu sticken.
Lange habe ich überlegt, ob ich unseren Sohn auf meine Seite sticke, habe mich dann doch für die klassische Aufteilung entschieden, dafür ist auf meiner Seite unsere nette Katze "Socke" und meine Männer haben unsere freche Katze "Phoebe" bekommen.
Bei den Mündern habe ich mich für einen anderen Mund entschieden, das eine Kreuz als Mund hatte mir nicht so gut gefallen, so finde ich es freundlicher.
Danke an Sylvia, die diesen tollen Sampler entdeckt hat.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Noch mal Schule

Die Klassen sind geteilt worden.
Das ist erst einmal schön.
Aber irgendwie haben die meisten wohl nur von der Tapete bis zur Wand gedacht.
Wie sollte es denn funktionieren, dass die Klassen kleiner werden und dennoch alle ihre Klassenlehrerin behalten?
Nun möchte der Teil, der in eine andere, neue Klasse kommt, die Teilung nicht mehr.
Oder zumindest die Kinder aus unserem Dorf hätten in die andere Klasse gemusst.
Unser Dorf sendet aber nur 3 Kinder und 8 mussten raus und genauso gross ist die Gruppe aus einem anderen Dorf.
Sogar Argumente hat man schon vorgebracht, warum es besser ist, dass wir gehen.
Ich könnt kotzen, echt.
Es gibt Tage, da fällt mir das Leben im ländlichen Raum wirklich schwer. Heute ist wieder so ein Tag.
Gegrüsst wurde ich gerade auch nur sehr verhalten, als ich die Kinder am Ausflugsort abgeliefert habe.
Auf ein direktes, freundliches "Guten Morgen" habe ich gar keine Reaktion, die gleichen Eltern noch mal gegrüsst, wieder nix und beim nächsten Versuch, bei einem Vater, nur ein leichtes Kopfnicken zurückbekommen.

Noch drei Jahre, danach wird alles anders...................................anders bekloppt . :-)

Dienstag, 7. Juli 2009

Klassenbester

Der kleine Chef ist Klassenbester geworden, so sagte die Klassenlehrerin.

Ich bin sehr stolz auf ihn und seine Leistung und habe drei Tage überlegt, ob ich es ihm sage oder nicht.
In anderen Ländern wäre es gar nicht zu einer solchen Überlegung gekommen, da hätte er vermutlich einen Buchpreis oder sonstiges dafür bekommen und eine Anerkennung vor der ganzen Klasse.
Und hier? Im Land der Dichter und Denker, wird sich fast dafür geschämt.
So habe ich mich dafür entschieden, ihm mitzuteilen, dass er der Beste war, versehen mit dem Nachsatz: Gib bitte damit nur vor deinen Großeltern und deiner Tante an. Die werden dich dafür nicht schräg ansehen.

Nun bin ich froh, dass die letzte Schulwoche läuft. Es wird Zeit für Ferien und einen besseren Start in die zweite Klasse.
Die Klassen wurden zum Glück geteilt und es geht mit deutlich weniger Kinder ins nächste Schuljahr. Die Klassenlehrerin bleibt uns erhalten, darüber freue ich mich sehr, auch über unsere - noch junge - Freundschaft, die in diesem Jahr entstanden ist.

Leider gibt es über die Schule nicht wirklich viel positives zu berichten, wir haben mit vier Erwachsenen versucht jeweils zwei positive Dinge zu nennen und es fiel uns schwer.
Schade ist das.
Aber schlimmer kanns eigentlich nicht mehr kommen.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Grenzerfahrung

Am Wochenende hat der kleine Chef mal gesehen, wo der Hammer hängt.

Bis auf die Tatsache, dass er ein schlechter Fußballspieler ist, musste er noch keine Niederlagen einstecken.
Das Leben geht im leicht von der Hand, in allen Bereichen.

Dann kam das "Bootcamp"
Nachtwanderung, Undichtes Zelt, Regen drang in der Nacht ein, Trainingseinheit vor dem Frühstück, 10 km Wanderung, wieder Training, Training bei einem anderen Trainer, bei dem alles viiiiel schneller ging und der noch strenger war....
So bekamen wir am Samstagabend einen Anruf, unser kleiner Chef hätte Heimweh.
Weinend nahmen wir ihn entgegen und auch mit nach Hause.

Die Prüfung am nächsten Tag wollte er auf keinen Fall machen, der andere Trainer wäre nix für ihn, mit dem käme er nicht klar.

Sein Trainer sagte ihm, dass er auch in dieser Woche bei ihm die Prüfung nachholen könne.
Nun, ich finde es ja nicht so dufte, dass er gekniffen hat, aber gleichzeitig ist es auch so, dass es sein Sport ist, der Spaß machen soll und er ist auch erst 7, muss sich vielleicht noch nicht allem im Leben stellen.

Zu Hause hatte er wieder Oberwasser und wünschte sich einen langen Fernsehabend mit Mama und Papa, die den Abend eigentlich ganz anders geplant hatten.

Am nächsten Morgen habe ich ihn früh aus den Federn geworfen, er sollte wieder ins Trainingslager zurück, ganz wohl war ihm nicht, aber ich hab versprochen solange dazubleiben, bis er sich wieder eingefunden hat.

Das ging schnell, an der Prüfung hat er teilgenommen, wenn auch nur als Zuschauer. Die Teilnehmermedaille und ein Geschenk hat er ebenfalls bekommen und so konnte ich ein glückliches Kind am Mittag abholen, dass nun morgen seine Prüfung nachholt.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Wiedersehen

Ich bin voller Vorfreude, endlich wieder Holland.
Im November habe ich die Tage gebucht, zu der Zeit hatte der Gatte ein Wochenende im Zelt noch abgelehnt.
Nun gibt es ein grosses Luxuszelt und der Gatte ist dabei.
Das freut mich sehr.
Bin gespannt, ob unsere Ehe auf die Probe gestellt wird, wenn wir das neue Zelt heute abend - vermutlich im Regen - das erste mal aufbauen müssen.
Ich atme jetzt schon mal tief durch.

Und wenn ich tief atme, dann erahne ich jetzt schon die tolle Luft, rieche das Meer und spüre es auf der Haut.
Wir haben im letzten Jahr dort einen unbeschreiblich tollen Urlaub verbracht und inzwischen zieht es uns alle dort hin, mich wohl noch mehr als die anderen beiden, aber es gefällt ihnen dort ebenfalls sehr.

Ganz besonders freue ich mich auch darauf unsere Campingbekanntschaften vom letzten Jahr wieder zu sehen, wir haben uns super verstanden, Adressen ausgetauscht und uns versprochen, im Kontakt zu bleiben.
Ich war im letzten Jahr nicht wirklich kontaktfreudig, das kommt gerade erst wieder zurück, aber ich habe es vorgestern geschafft eine Mail zu schreiben.
Unsere Campingfreunde werden auch dort sein und freuen sich ebenfalls uns zu sehen.

Heute Mittag geht es los, noch rasch ein paar Sachen packen und nix wie weg.
Ach, gutes Wetter gehört für mich nicht zwingend zum Urlaub, eine Kollegin stellte gestern für sich fest, dass es bei ihr so wäre, mir ist es nicht wurscht, aber es steht nicht oben auf der Liste.

Dienstag, 10. März 2009

Zum Kotzen oder zum Heulen

Am Freitagmorgen war ich sicher: es ist vorbei, ich bin überm Berg.
Zum Walken hatte ich mich verabredet, eine BOP CD (Bauch-Oberschenkel-Po) hatte ich mir besorgt, alles sollte anders werden.
Ab Freitagnachmittag ging es bergab.
Am Samstag waren die Schmerzen so schlimm, dass ich ab Nachmittag "Kreislauf" hatte.
Mit dem kleinen Chef etwas an die frische Luft gequält, Autodrivein Caches geholt, laut Peter Fox dabei gehört und das erste Eis der Saison von der Stammeisdiele.
Die Schmerzen waren dabei.
Geblutet hat es wieder, an mehreren Stellen.

Zwei Kinder waren noch zum Übernachten da.
Nett war ich zu den Kindern nicht, sie haben mich genervt, mit allem, mit ihren Fragen, ihrem lustigen Kinderlärm und ihrer blossen Anwesenheit.
Ich wollte gemein sein, vermutlich war ich es auch.

Um 20.30 Uhr bin ich ins Bett, die Kinder haben zum Glück ne Stunde später geschlafen.
Am Sonntag, dann wenigstens ein kleiner Ausflug auf einen Frühlingsmarkt und einen kurzcache am Nachmittag.
Ansonsten: nix.
Sitzen, liegen, langweilen.

Meine Laune ist im Keller, ich hab echt die Faxen dick.
Abends noch der Anruf von einer Freundin.
Ich weiss schon lange nicht mehr, was ich mit ihr reden soll. Sie "drohte" mit Besuch ich will aber nicht.

Trotzdem habe ich es geschafft mich fürs Wochenende zu verabreden. In die alte Heimat geht es, die Schulfreundin treffen.
Darauf freue ich mich, besonders da ich weiss, dass ich meine üble Laune in der Zeit wegpacken kann.

Aber mal ohne Scheiss, das MUSS jetzt echt besser werden, sonst schlage ich bald jemanden oder beleidige meine Mitmenschen, damit es ihnen auch schlecht geht.
Meine Produktivität auf der Arbeit liegt derzeit wohl bei ca. 20%. Peinlich.

Nun bastle ich noch etwas fertig, die Schwester hat bald Geburtstag und etwas Selbstgebasteltes ist doch immer am Schönsten oder? :-)

Ach ja, einen zweitägigen Schokirückfall hatte ich auch.
Ich hab sie heimlich gegessen. Das ist auch der hammer, beim nächsten mache ich es öffentlich und das sage ich nun auch dem Gatten, vermutlich werfe ich ihm sonst noch irgendetwas unqualifiziertes an den Kopf. *seufz*

Donnerstag, 5. März 2009

Elternabend

Gleich muss ich zum Elternabend.
Ich möchte mich heute nicht über Herrn Wichtig aufregen.
Auch nicht über den Typen, der uns vor Jahren mal einen Gebrauchten Schrottwagen verkauft hat, mein Adrenalin schnellt immer in die Höhe wenn ich den sehe, aber ich ignoriere ihn schon die ganze Zeit und lasse ihn sich weiter wundern, warum ich zu allen Anderen nett und freundlich bin und ihn noch nicht einmal grüsse.
Ich warte darauf, dass er fragt.
Die Antwort habe ich auswendig gelernt, ich hoffe, ich vergesse sie dann nicht und bringe sie so ruhig rüber, wie ich es geplant habe.
Und wer mich fragt, der bekommt die Geschichte mit dem Auto, dass uns ein befreundeter Autoschrauben nach einem Jahr still gelegt hat, weil es lebensgefährlich war .... ach, ich will gar nicht mehr darüber reden.

Nun suche ich noch mal meine Mitte und mache mich dann auf den Weg.

Montag, 2. März 2009

Mutterstolz

Die Klassenlehrerin war kurz hier.
Wir hatten etwas auszutauschen.
Heute Abend kam sie vorbei und - wie immer - kamen wir ins Plaudern.
Den kleinen Chef hat sie wieder sehr gelobt, seinen Sprachschatz besonders und als sie uns mitteilte, dass sie sich beim kleinen Chef jetzt schon sicher ist, dass er aufs Gymnasium gehen wird, da waren der Gatte und ich schon ziemlich stolz.
Ach ja.
Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich mich für solche Aussagen über mein Kind entschuldigt und es demütig "hingenommen" Jetzt bin ich stolz und weiss auch, dass ich meinem Kind dabei geholfen habe, es schon viel gefördert habe und es auch weiter fördern werde.
Hätte eine alte Freundin meiner Eltern mir nicht im letzten Jahr die Weisheit mitgegeben, dass die eigenen Kinder "selten nach den anderen Leuten kommen" würde ich mich wohl immer noch entschuldigen.

Endlich

Am Samstagnachmittag sind der kleine Chef und ich zum Cachen aufgebrochen.
Kein Drive in, sondern einer "mit Laufen"
Ich habs mir zugetraut, ich wusste dass es nicht ganz weit sein konnte und so sind wir endlich wieder los.
Das Gerät konnte ich gerade noch bedienen.
Unsere dicken Winterjacken wurden uns schnell zu warm, die Sonne schien, es war wundervoll durch die Felder zu laufen.
Erfolgreich waren wir auch.
Am Sonntag wollten wir den 200. Cache finden, genug Caches in der Nähe gab es, der kleine Chef schwächelte leider, er hatte starke Bauchschmerzen und so haben wir unser Ziel nicht erreicht.

Ich habe gemerkt, dass ich überhaupt keine Kondition mehr habe, woher auch.
Ein Cache führte uns einen Hügel hinauf, um von dort einen Ausblick zu geniessen, ich habe geschnauft wie in der 39. Schwangerschaftswoche.
Habe mir aber gedacht, dass die Kondition bestimmt irgendwann wieder kommt, Hauptsache aus den Narben blutet oder nässt es nicht wieder raus.

Das ist zum Glück auch nicht passiert! Ich freu mich!

Am frühen Nachmittag bin ich dann alleine über drei Basare geschlendert und habe ein paar tolle Sachen für den kleinen Chef gefunden. Interessanterweise erst bei Basar Nr. 3 und wieder bei der gleichen Dame, bei der ich im Winter schon so tolle Sachen bekommen habe.
Der kleine Chef ist sehr stolz über seine coolen Klamotten und war heute morgen sehr enttäuscht, dass er nicht mit seiner neuen Jeansjacke in die Schule gehen durfte.

Freitag, 20. Februar 2009

Historisches und wieder erwischt

Wir gehen in die nächste Erkältungsrunde.
Der kleine Chef hat die ganze Nacht gehustet und geschnieft, bis die Nase blutete und so liegt er jetzt im Bett, im neuen Schlafzimmer und geniesst die Wärme und den Tag.
Ich gönne es ihm, gestern war er schon sehr angeschlagen, hat sich aber auf meinen Wunsch durch den Tag gequält, weil ich unmöglich zu Hause bleiben konnte.

Ich verharre gerade in einem Stillstand. Es geht - zum Glück - gerade nicht bergab, aber auch nicht wirklich bergauf.
In der nächsten Woche schauen meine Hausärztin und ich mal, ob wir das Antibiotikum wieder versuchen abzusetzen.
Mir ist es ziemlich wurscht wieviele Tabletten ich schlucke, mir geht es mit den Tabletten gut, ohne sie gings schlecht. Schaun mer mal.
Ausserdem lassen wir vielleicht den Verband weg, aber auch das hat Zeit bis Mittwoch. Die Wunde hat sich deutlich geschlossen, es läuft auch nichts mehr raus, aber ich bin ziemlich feige geworden, was das betrifft. So hatte mich das letzte Wir-lassen-mal-den-Verband-weg, doch arg nach hinten geworfen.

Langsam muss echt was geschehen, mein Gewicht befindet sich zur Zeit auf einem historischen Tiefstand, allein: man sieht es nicht. Ich finde eher, dass es genau anders herum aussieht.

Wie kann das angehen? Meine Theorie: ich habe Muskelmasse abgebaut, da mein Rücken nicht mehr soviel zu tragen hat und ich mich auch überhaupt nicht mehr bewege, auch kein Powerputzen in Rekordzeit mehr. Nix.
Das ist doch alles Mist. Heute vor vier Monaten war die OP.

Donnerstag, 29. Januar 2009

Träume/Schäume

Es gibt Träume, die müssen einfach Träume bleiben.

Ganz konkret: Es gibt bei uns im Ort einen Laden, die Besitzer hören nach 40 Jahren altersbedingt auf und suchen einen Nachfolger.
Mode und Handarbeit.
Altbau, zwei grosse Räume, plus Büro, Toilette und Lagerraum.
Ein Bastel- und Handarbeitsgeschäft, auch wenns noch so spiessig und Hausfrauenkrammässig klingt, wäre genau das, was ich gerne machen würde.
Wusste ich vorher nicht, habe ich herausgefunden, nachdem ich mich dreimal mit dem Besitzer unterhalten habe.

Ich glaube sogar, dass ich ein recht gutes und stimmiges Konzept im Kopf habe, um den Laden etwas zu verändern, so dass die alte Kundschaft erhalten bleibt, aber neue gewonnen wird. Ich wüsste sogar schon, wen ich als Mitarbeiterin gewinnen wollte. Selbst Aushilfen hätte ich schon im Kopf und ein Rahmenprogramm für die ersten Monate.
Bastelvorführungen, Mitbastelaktionen im Laden,....

Warum versuche ich es nicht?
Es ist ganz einfach. Wir haben kein Kapital. Null nix. Wenn ich richtig nachdenke, wie knapp wir eigentlich leben, dann müsste ich wohl nachts wieder wach liegen.
Fällt einer von uns aus, dann ist es nach zwei Monaten eng mit der Hausfinanzierung. Es ist kein Puffer da, geschweige etwas, um was neues aufzubauen, was dann auch sofort laufen müsste, um hier meinen Anteil zum Lebensunterhalt weiter einzubringen.
Das Gattengehalt reicht dafür leider nicht aus, auch wenn er jeden Samstag zusätzlich losziehen würde und noch den Sonntag ebenfalls.
Ich bin nicht so ein risikobereiter Typ, wäre ich alleine, dann wäre es etwas anderes, aber mit Familie und Haus, ist es anders und könnte ich wieder froh werden, wenn ich meinem Sohn erklären muss, dass wir das Haus verlorgen haben, weil ich einen Laden nicht zum Laufen gebracht habe?

Auch wenns ne schöne Idee ist und ich an meinem Job nicht hänge, es ist ein Traum und der wird es bleiben, das Risiko ist zu gross.
Zumindest jetzt.
Vielleicht ändert es sich mal, wer weiss.

Freitag, 9. Januar 2009

Belebt

Endlich ist unser Haus wieder belebt.
Der kleine Chef ist zurück.

Gestern bin ich nach der Arbeit knapp 300km gefahren, auf trockenen Autobahnen, um dann festzustellen, dass er seinen Urlaub augenscheinlich in der Twillight Zone verbrachte.
Plötzlich kam Nebel auf, die Bäume hatten mehr Schnee als sonstwo in der Republik - zumindest den Teil den ich durchfahren hatte - die Straßen waren nicht geräumt, von den Gehwegen ganz zu schweigen.
Eine Stadt mit einer Einwohnerzahl die sich Richtung 100.000 orientiert, schafft es nicht ihre Strassen zu räumen und dauerhaft freizuhalten und dabei war der letzte Schnee vor vier Tagen gefallen.
Ich war entsetzt und fühlte mich auf meiner Fahrt im Stadtgebiet nicht sicher.
Schnell den kleinen Chef eingeladen, sein Gepäck verstaut und wieder raus, nun konnte ich es selbst kaum glauben, das ich vorher so gute Straßenverhältnisse gehabt haben sollte.
Als ich wieder an die Stelle kam, an der mich der Nebel empfangen hatte, ging es andersherum zum Glück genauso: Nebel weg, Straßen wieder frei, gute Fahrt nach Hause.
Sind die Städt im Ruhrgebiet wirklich so arm, dass sie die Straßen nicht mehr räumen können oder wollen die einfach nicht?

Und nun geht es daran, den kleinen Chef übers Wochenende wieder einzunorden, ich fürchte, dass es am Sonntag ein ziemlicher Kampf wird, bis wir ihn im Bett haben werden.

Montag, 29. Dezember 2008

Nach dem Urlaub ist ...


... zwar schon vor dem Urlaub, aber erst wieder im August (obwohl wir uns vorgenommen hatte, im Sommer hier zu bleiben, eine andere Geschichte)

Weihnachten nicht zu Hause, am Runden Geburtstag nicht zu Hause, keine Freunde, keine erweiterte Familie, kein Hausputz, keine Hamstereinkauferein. Nix.

Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch gern Besuch habe oder mit der Familie und mit Freunden feiere, aber ich diesem Jahr war es eben nicht so.

Wir waren nur zu dritt.
Nicht alles war so, wie es hätte sein können. Was habe ich gelacht, als der Gatte mit dem Schlitten durch den grünen Wald ist. Am Parkplatz sah es noch so aus, als wären dort gute Rodelbedingungen, aber es war so grün, dass ich schon fast nach Pilzen Ausschau gehalten habe.
Der Gatte blieb tapfer und falls wir müde geworden wären, hätten wir gleich eine Bank dabei gehabt.

Aber die nicht ganz optimalen Schneeverhältnisse waren auch das einzige was nicht gelungen war.
Wir waren entspannt, es war gemütlich, die Gegend konnte mich auch in ihren Bann ziehen. Vorher fiel es mir an diesem Ort schwer, da der Gatte zig Jahre dort hingefahren ist und ich mir stets so vorkam, als würden wir nur auf den Wegen der "guten alten Zeit" und den Geschichten seiner Kindheit wandeln.
So war es aber gar nicht.
Die nette Wirtsfrau macht es mir aber auch so leicht, dass ich gar nicht woanders hinmag. Ihr Haus ist nicht das modernste und es gibt Stellen, da schaut man lieber weg, aber der familiäre Anschluß macht das alles wett, ich hätte sie am liebsten zum Abschied, oder bei unserem längeren Gespräch gern in den Arm genommen, habs lieber gelassen.

Wer hätte gedacht, dass es in Garminpartenkirchen einen Weihnachtsmarkt gibt, der nur popelige 10 Stände hat und davon 4 Versorgungsstationen? Da hätte ich Geld gewettet, dass es dort mein Weihnachtsmarkthighlight 2008 wird, aber das war es gar nicht, dafür gabs an dem Tag eine neue Brille. War auch nötig.
Besonders zu den neuen Haaren.

Am nächsten Tag wollten wir es in Innsbruck mit dem Weihnachtsmarkt versuchen, hier gabs mehr Stände, aber begeistern konnte es uns nicht, wenigstens hat der kleine Chef ein Mitbringsel für seine Freundin gefunden. Mutti hat bezahlt und für den Bruder - der gerade das dritte Rad am Wagen ist - haben wir auch noch was mitgenommen.
Die Stadtdeko war sensationell.



Die Tage danach wurden wir mit tollem Wetter belohnt und kamen endlich zum Cachen.
Der kleine Chef oft auf dem Schlitten und wir alle in schöner Natur unterwegs. Unbekannte Ecken gab es auch noch für den Gatten zu entdecken.

Der kleine Chef, der an besonderen Anlässen zu besonderer Aufgeregtheit neigt, aber ebenfalls ganz gelassen, so wie noch nie an einem 24. oder Geburtstag.
Am Nachmittag gabs noch eine schöne runde um einen See und kurz vor dem Auto gabs diesen Ausblick.
Es war ein schöner Urlaub und da es uns so gut gefallen hat, werden wir im Sommer wieder kommen, ausserdem haben wir eine Cacheserie nicht fertig bekommen.

Das erst mal als erster Eindruck. In den nächsten Tagen gibt es einiges zu organisieren, der kleine Chef startet in den nächsten Urlaub, das Haus sieht aus wie Hund und Schwein und zu Silvester soll gecacht werden, da muss ich ganz genau schauen.

Samstag, 20. Dezember 2008

Päckchen und Packen

Die Postbotin brachte in den letzten Tagen noch zwei Pakete für mich.
Schon als Kind habe ich Pakete geliebt, aber nie welche bekommen, wohnten doch alle in der Nähe.

Nun werde ich beschenkt.
Ich habe mich darüber schon so gefreut, dass ich zum ersten mal gerührt war, über die zusätzlichen Sätze auf einem Jahresbrief ebenfalls und habe nun einen tollen Päckchenstapel, den ich am Montag öffnen werde
Gleich wollen wir das Auto packen, damit es morgen in aller Frühe losgehen kann, der Gatte schläft noch und die ersten üblichen Reibereien am ersten Urlaubstag haben wir schon hinter uns gebracht, gut dass wir ihn hier verbringen.

Jetzt fehlt mir zum Glück eigentlich nur noch Schnee und ein kleiner Weihnachtsbaum für die Ferienwohnung, aber den finden wir bestimmt auch noch morgen oder am Montag.

Allen die hier reinschauen, wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest und dass im nächsten Jahr ein besonderer Wunsch in Erfüllung geht.

Da ich in diesem Jahr so gute Erfahrungen damit gemacht habe, mir Ziele zu setzen und Vorsätze zu machen, werde ich es fürs nächste Jahr auch noch erledigen, aber das hat noch Zeit, jetzt erst mal Urlaub.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Rückblick 2008

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und ich möchte zurückblicken.

Am ersten Tag des neuen Jahres 2008 war ich ganz sicher, es wird das schlimmste Jahr in meinem Leben.
Aber es kam ganz anders.
Und so blicke ich auf ein ereignisreiches und schönes Jahr zurück.
Viele Erinnerungen strömen gerade ein, z.b. der Besuch bei Freunden gleich im Januar, dort war noch nicht klar, wohin die Reise ging und ich erinnere mich gerne daran, wie schön (verregnet) das Wochenende war.
Ab Februar hatte ich dann - endlich - den langersehnten Firmenwagen und bin froh und glücklich darüber und werde es wieder als sehr angenehm empfinden, damit am Sonntag in den Urlaub zu fahren.
Im Frühjahr habe ich einen einschneidenden Entschluß gefasst, beim Walken war es und ich verkündetet meiner Freundin B., dass ich vor meinem 40. Geburtstag eine OP durchgeführt haben möchte, da ich meine Lebensqualität nahezu täglich sinken sah.
Im Sommer habe ich mich kaum noch auf Parkplätze getraut, da ich so bewegungsunfähig war, dass ich immer in Sorge war, nicht mehr vom Parkplatz zu kommen.
So habe ich dann einige Gutachten erstellen lassen und diese dann erstmal liegen lassen.

Zu Ostern ging es nach Holland, die ganze Vorsaison hatten wir ein Plätzchen auf einem tollen Campingplatz angemietet.
Wenn ich an die Ostertage denke, dann überkommt mich sofort wieder dieses wohlige Gefühl, dass ich dort die ganze Zeit über hatte. Das Wetter war wirklich schlecht, es hat geregnet, es hat geschneit, Vorzelte wurden zerstört, wenn es nicht vom Gatten gerettet wurde, aber wir hatten es gemütlich und warm. Unser Vorzelt war zu einem Wohnzimmer geworden und ich war jeden Tag froh, dass ich den Satz des Gatten: Wir brauchen keine Palletten, das ist unnötig", ignoriert hatte. Es war so schlammig, wir wären beim ersten Schritt ins Vorzelt im Schlamm versunken.
In diesen Tagen hatten wir den Strand häufig für uns alleine und so konnte ich unglaublich viele Muscheln und andere Schätze finden.
- Da fällt mir ein, der kleine Chef und ich hatten ein grössers Kunstobjekt angefangen, da müssen wir noch mal ran.
Bis Mitte Juni dreht sich bei mir eigentlich fast alles nur um die Zeit, die ich in Holland verbringen konnte. Ich liebe es da und der 4,5 wöchige Urlaub im Mai ist unvergessen.
Es war wundervoll.

Danach war ich dann auch endlich soweit meine Gutachten einzureichen. Die Krankenkasse meldete sich sehr schnell und schickten mich zum medizinischen Dienst.
Eine nette Dame, war sehr entsetzt über meinen "Zustand", schüttelte immer wieder traurig den Kopf und teilte mir mit, dass es keinen Zweifel geben würde, dass ich diese notwendige OP bezahlt bekommen würde.

Die Sommerwochenenden verbrachten der kleine Chef und ich verbrachten die meisten Wochenenden alleine, da der Gatte seit Juni durchgängig 6 Tage in der Woche arbeitet. Das ist nicht immer schön, aber notwendig und ich schlafe seitdem viel besser.

Im Spätsommer kam dann das Schreiben der Krankenkasse mit der Zusage die OP Kosten zu übernehmen.
Da klopfte mein Herz schon schneller und das hielt eine ganze Weile an. Hätte ich nicht zwei ganz tolle Frauen an meiner Seite gehabt, die mir in dieser Zeit geholfen haben, dann wäre ich wohl durchgedreht.
Eine von beiden hat dafür gesorgt, dass die Rahmenbedingungen so grossartig waren, dass ich mich noch heute so darüber freue, dass ich immer noch nicht weiss, wie ich es in Worte fassen kann.
Tja und die andere? Was soll ich da sagen? Ich spüre noch heute ihre Knutscher auf der Stirn, die ich die ganze Nacht über bekam, die sie nach der OP an meinem Bett verbracht hat, auch hat sie mir tapfer eine Nierenschale hingehalten, als ich (fast) kotzen musste. Auch das ist nicht wirklich beschreibbar, wie ich mich dort gefühlt habe. Das trage ich in mir und denke ganz häufig daran und bin ganz stolz so eine tolle Freundin zu haben. Heiraten wird sie mich nicht, gut, bleiben wir bei unseren Männern.

Nun beschäftige ich mich immer noch mit den nachwehen der OP und versuche ein neues Körpergefühl zu entwickeln, wie verquer es um mein eigenes bestellt war, merke ich erst jetzt, wenn ich mich mit anderen vergleiche. Das wird noch etwas dauern, es ist aber etwas auf das ich mich sehr freue.

Ausserdem kam der kleine Chef noch in die Schule.
Ich kann nur den Satz einer Freundin zitieren, den sie mir als Antwort auf meine Aufforderung: Sag bitte etwas gutes über die Schule, sagte. "Sie ist nach vier Jahren vorbei."
Mehr will ich dazu gerade gar nicht schreiben.

Beruflich war das erste Halbjahr deutlich erfolgreicher als das Zweite, aber es ist nicht so schlecht, dass ich nervös werden müsste.
Der Gatte ist immer noch sehr zufrieden mit seinem Job und hängt sich gerade richtig rein. Das freut mich sehr, auch wenns am Anfang hart war, da es ordentliche Lohneinbusse bedeutet hatte, als er gewechselt ist.

Der kleine Chef ist verliebt, in seine beste Freundin (heute hat er ihr einen Labello geschenkt, sie hätte so trockene Lippen, da mag er sie nicht küssen) und seine erste sportliche Karriere gestern beendet. Da wird er im neuen Jahr etwas anderes ausprobieren.

Von ein paar Menschen habe ich mich getrennt. Einige Trennungen waren schmerzlich und werden wohl immer ein (Familien)thema bleiben und sind nicht immer leicht zu leben, aber es ist so wie es ist. Andere Trennungen sind geschehen, weil ich für mich erkannt habe, dass ich mich nicht mehr um jeden Preis mit Menschen umgeben muss, lieber gehe ich auf Abstand oder lasse es ganz, als zuviele Kompromisse einzugehen oder mir geschwönschwätz anzuhören.
Die Blogplattform habe ich ebenfalls gewechselt, nach drei Jahren war das auch eine (wichtige?) Entscheidung. Wie auch immer, ich fühle mich hier wohl und kann wieder über meine Gedanken schreiben und lese keine Dinge mehr, die ich nicht lesen und wissen will.

Aber dafür habe ich auch eine (Schul)Freundin zurückbekommen, mit der ich mich schon ein paar mal wiedergetroffen habe und hoffe, dass sie uns auch bald mal besuchen wird.

Unser fast schon verloren geglaubtes Mittelalterhobby habe ich wieder entdeckt, das lag zum grössten Teil an unserer Veranstaltung zum Tag des offenen Denkmals. Es hat mir Spaß gemacht mit Kindern zufilzen und meine Dinge auszustellen und das werde ich weiterbetreiben, auch wenn der Gatte uns wohl nicht mehr begleiten wird, was sehr schade ist.

Am Haus ist leider nicht wirklich viel passiert. Noch immer sieht es, beonders von aussen, furchtbar aus, über das Dach möchte ich gar nicht reden.
Ob im nächsten Jahr etwas geschieht?
Im Sommer werden wir auf jeden Fall nicht wegfahren und haben uns fest vorgenommen, etwas zu stemmen.

Und nun freue ich mich sehr auf unseren Urlaub, es ist eine logische Konsequenz aus den Ereignissen des Jahres, dass wir sowohl meinen 40. als auch Weihnachten nur zu dritt feiern werden.
Auch wenn ich weiss, dass es für meine Mutter sich gefreut hätte (uns) den kleinen Chef zu Weihnachten zu sehen.
So, das soll es erst mal gewesen sein, ich freue mich auf 2009!

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Karriereende

Der kleine Chef wird sich heute von seine aktive Fußballkarriere beenden.

Es ist sehr schade, dass er diesen Schritt geht, aber es zeichnete sich immer mehr ab, dass er nicht der nächste Nationalspieler wird.

Eigentlich wusste ich nach dem ersten Training, dass er komplett talentfrei ist.
Der Gatte wollte es erst nicht glauben, die Oma auch nicht.

Nun spielte er 1,5 Jahre jede Woche Fußball und es war ÜBERHAUPT keine Entwicklung zu bemerken.
Solange er es nicht bemerkt hat, haben wir - gemein wie Eltern sein können - nur hinter seinem Rücken - über ihn gelästert.
Ich hatte auch bemerkt, dass er nach dem Training überhaupt nicht mehr erzählen wollte und die Lust die Fußballsachen anzuziehen war ebenfalls sehr gering.

Als ich hier frisch operiert daniederlag hatte die Oma sich mal das Training angesehen und sich sogar zu dem Satz "Er ist der schlechteste" hinreissen lassen.
Vor zwei Wochen stellte der Gatte fest, dass er nicht einen Ballkontakt beim Trainingsspiel hatte und so sah ich dann die Zeit gekommen, mal einen anderen Weg einzuschlagen.

Solange es ihm Spaß bereitet hat, sah ich überhaupt keine Veranlassung ihn in eine andere Richtung zu lenken, aber um am Sport Vergnügen zu haben, gehört es auch dazu, dass man Erfolge hat.

Letzte Woche sind wir - ganz zufällig - in der Stadt unterwegs gewesen. Dabei sind wir an der Karate-Schule vorbeigekommen.
Wir haben den Kindern zugesehen.
Ich habe selbst sehr viele Jahr Judo gemacht und finde Kampfsportarten toll und habe dort viele gute Erfahrungen gemacht, besonders für mich selbst.
Im nächsten Jahr wird er ein Probetraining dort machen und heute morgen im Auto hat er seinem besten Freund schon mitgeteilt, dass er heute zum letzten Mal zum Fußball geht.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Planen und Packen

Nicht nur Weihnachten steht vor der Tür, mein runder Geburtstag und unser Urlaub ebenfalls.

Nun heisst es packen und planen.
Die Weihnachtsgeschenke müssen unauffällig transportiert werden, Weihnachtsdeko wollen der kleine Chef und ich ebenfalls im Urlaub nicht missen wollen, warme Kleidung, Reiseliteratur, Spiele, und das ganze übliche Zeug, muss eingepackt werden und zum Teil natürlich erst noch gebügelt werden.
Ein paar Caches sind zu planen und auf das neue Navi zu speichern. Der Katzen- und Schweinesitter muss angesprochen werden.

Ausserdem habe ich noch für den Fußballtrainer und die Tagesmutter kein Weihnachtsgeschenk. Da besteht noch dringender Handlungsbedarf.

Ich bin froh, dass ich nicht so viel Geschenke besorgen muss, ich finds stressig, besonders weil ich unter der Woche überhaupt keine Zeit habe und am Wochenenden ist es nicht wirklich schön. So sind es eigentlich nur die Eltern und der kleine Chef, die beschenkt werden. Wir selbst gönnen uns lieber etwas grösseres zusammen, in diesem Jahr ist es der Urlaub geworden.

Montag, 8. Dezember 2008

Mehr Lametta

Früher war ja bekanntlich mehr Lametta und früher war irgendwie der Nikolausumzug bunter.

Klar, ich war ca. 33 Jahre jünger und die Laternen hatten noch richtige Kerzen und da sind noch richtig traurige Dinge geschehen, wie abbrennende Laternen oder Kerzen die alle 20 Sekunden ausgingen, dafür waren die Märchenwagen beim Umzug bunter.

Ich bin fast 100% sicher, dass es einen Schneeweisschen und Rosenrotwagen gab, auf dem zwei Bären mitgefahren sind und zwei wundervolle Prinzessinen mit Rosenkleidern und der ganze Wagen war voller Rosen und Tannendeko.

Den Wagen gab es gar nicht.

Und das Schneewittchen, von den sieben Zwergen war mindestens 40 Jahre älter als die Kleinen und dazu BLOND! Wo gibt es denn sowas?

Den Nikolaus und seine Knechtruprechte haben wir auch nicht gesehen, da er zweimal vor uns abgebogen ist.

Nun und zu anstrengend war es auch für mich, das Marschtempo deutlich zu hoch und das obwohl wir nur ein Teilstück mitgegangen sind.
Ich habe gemerkt wie behindert ich immer noch bin.
Nach einer Stunde Umzug einschliesslich Abschlußkundgebung (hier wurde uns sogar vom Pfarrer mitgeteilt, dass Schalke mit 1:0 in Führung lag) lag ich wie abgeschossen drei Stunden nahezu bewegungslos auf der Couch unter der dicksten Decke und habe völlig erschöpft gefroren.

Dem kleinen Chef hat es wohl dennoch gefallen, besonders der (Schaum)Schnee und mir hat die Beleuchtungsshow in der Innenstadt gefallen.
Da hat man sich etwas ausgedacht, dennoch habe ich die vielen Leerstände gesehen und es macht traurig, zu sehen, wie schlecht es den Einkaufsstrasse geht.

Mittwoch, 26. November 2008

Das Schönste

Es gibt doch wirklich nichts schönes als mit Kindern zusammen zu leben.
Das behaupte ich zumindest immer wieder steif und fest.

Am Wochenende wurde mir wieder ganz deutlich vor Augen geführt, wie seltsam man als Eltern drauf sein muss, um diese schwämersichen Sätze zu sprechen.
Um ca. 22 Uhr verkündete der kleine Chef:
"Mama, mir ist schlecht, ich glaube ich möchte einen Eimer neben dem Bett stehen haben"
Der simuliert doch nur, denkt sich die Mama, holt aber dennoch einen Eimer.

Keine 5 Minuten später.
"Mama, ich muss kotzen"

Er simuliert wohl doch nicht und schwupps war das Abendessen wieder draussen. Ein kleiner Blick liess mich wissen, es sah nach fast genauso aus, wie vorher.
Das ist definitiv zu viel für mich, da musste der Gatte ran. Da er auch am Samstag vor 5 Uhr aufstehen musste, wusste ich: Das wird meine Nacht, aber den ersten Eimer leert definitiv er.

In kurzen Abständen beschäftigten der kleine Chef und ich uns mit Eimer-füllen-Eimer-leeren.
Und das ist das Novum: wir mussten nicht einmal das Bett neu beziehen.
Ab ca. 2 Uhr hat sich die Magengrippe noch zu einer Darmgrippe erweitert und wir haben dann an der Stelle bis ca. 4 Uhr weitergemacht.

Am nächsten morgen, als ich ein sehr blasses, fiebriges, aber mich tapfer anlächelndes Kind sah, wusste ich wieder: Es gibt einfach nichts schöneres, als - diese, mein - Kind zu haben, auch wenn es manchmal zum kotzen ist.