Die Klassen sind geteilt worden.
Das ist erst einmal schön.
Aber irgendwie haben die meisten wohl nur von der Tapete bis zur Wand gedacht.
Wie sollte es denn funktionieren, dass die Klassen kleiner werden und dennoch alle ihre Klassenlehrerin behalten?
Nun möchte der Teil, der in eine andere, neue Klasse kommt, die Teilung nicht mehr.
Oder zumindest die Kinder aus unserem Dorf hätten in die andere Klasse gemusst.
Unser Dorf sendet aber nur 3 Kinder und 8 mussten raus und genauso gross ist die Gruppe aus einem anderen Dorf.
Sogar Argumente hat man schon vorgebracht, warum es besser ist, dass wir gehen.
Ich könnt kotzen, echt.
Es gibt Tage, da fällt mir das Leben im ländlichen Raum wirklich schwer. Heute ist wieder so ein Tag.
Gegrüsst wurde ich gerade auch nur sehr verhalten, als ich die Kinder am Ausflugsort abgeliefert habe.
Auf ein direktes, freundliches "Guten Morgen" habe ich gar keine Reaktion, die gleichen Eltern noch mal gegrüsst, wieder nix und beim nächsten Versuch, bei einem Vater, nur ein leichtes Kopfnicken zurückbekommen.
Noch drei Jahre, danach wird alles anders...................................anders bekloppt . :-)
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Mittwoch, 8. Juli 2009
Dienstag, 7. Juli 2009
Klassenbester
Der kleine Chef ist Klassenbester geworden, so sagte die Klassenlehrerin.
Ich bin sehr stolz auf ihn und seine Leistung und habe drei Tage überlegt, ob ich es ihm sage oder nicht.
In anderen Ländern wäre es gar nicht zu einer solchen Überlegung gekommen, da hätte er vermutlich einen Buchpreis oder sonstiges dafür bekommen und eine Anerkennung vor der ganzen Klasse.
Und hier? Im Land der Dichter und Denker, wird sich fast dafür geschämt.
So habe ich mich dafür entschieden, ihm mitzuteilen, dass er der Beste war, versehen mit dem Nachsatz: Gib bitte damit nur vor deinen Großeltern und deiner Tante an. Die werden dich dafür nicht schräg ansehen.
Nun bin ich froh, dass die letzte Schulwoche läuft. Es wird Zeit für Ferien und einen besseren Start in die zweite Klasse.
Die Klassen wurden zum Glück geteilt und es geht mit deutlich weniger Kinder ins nächste Schuljahr. Die Klassenlehrerin bleibt uns erhalten, darüber freue ich mich sehr, auch über unsere - noch junge - Freundschaft, die in diesem Jahr entstanden ist.
Leider gibt es über die Schule nicht wirklich viel positives zu berichten, wir haben mit vier Erwachsenen versucht jeweils zwei positive Dinge zu nennen und es fiel uns schwer.
Schade ist das.
Aber schlimmer kanns eigentlich nicht mehr kommen.
Ich bin sehr stolz auf ihn und seine Leistung und habe drei Tage überlegt, ob ich es ihm sage oder nicht.
In anderen Ländern wäre es gar nicht zu einer solchen Überlegung gekommen, da hätte er vermutlich einen Buchpreis oder sonstiges dafür bekommen und eine Anerkennung vor der ganzen Klasse.
Und hier? Im Land der Dichter und Denker, wird sich fast dafür geschämt.
So habe ich mich dafür entschieden, ihm mitzuteilen, dass er der Beste war, versehen mit dem Nachsatz: Gib bitte damit nur vor deinen Großeltern und deiner Tante an. Die werden dich dafür nicht schräg ansehen.
Nun bin ich froh, dass die letzte Schulwoche läuft. Es wird Zeit für Ferien und einen besseren Start in die zweite Klasse.
Die Klassen wurden zum Glück geteilt und es geht mit deutlich weniger Kinder ins nächste Schuljahr. Die Klassenlehrerin bleibt uns erhalten, darüber freue ich mich sehr, auch über unsere - noch junge - Freundschaft, die in diesem Jahr entstanden ist.
Leider gibt es über die Schule nicht wirklich viel positives zu berichten, wir haben mit vier Erwachsenen versucht jeweils zwei positive Dinge zu nennen und es fiel uns schwer.
Schade ist das.
Aber schlimmer kanns eigentlich nicht mehr kommen.
Mittwoch, 10. Juni 2009
Endlich ehrlich?
Wenn ich eines nicht möchte in meinem Leben, dann ist es, dass ich mit Mitte 40 von meiner Mutter zu Hause abgeholt werde, ein Kleinstwagen mit meinen Habseligkeiten gepackt wird, ich meinen Mann verlasse und zu meiner Mutter gehe.
Ne, echt nicht.
Aber wenn man keine Freunde hat, dann bleibt nur die Mutter und wenn man keinen Job hat, dann wohl auch.
Mein Mitleid mit der Nachbarin, die uns immer wieder die tolle Ehe vorgespielt hat (wobei jeder Blinde mit Krückstock bemerkt hat, dass es sogar schlecht gespielt war) hält sich in Grenzen.
Tschö und komm nicht wieder!
Ne, echt nicht.
Aber wenn man keine Freunde hat, dann bleibt nur die Mutter und wenn man keinen Job hat, dann wohl auch.
Mein Mitleid mit der Nachbarin, die uns immer wieder die tolle Ehe vorgespielt hat (wobei jeder Blinde mit Krückstock bemerkt hat, dass es sogar schlecht gespielt war) hält sich in Grenzen.
Tschö und komm nicht wieder!
Mittwoch, 20. Mai 2009
Besuche und Feiern
Nun ist der kleine Chef schon wieder älter geworden.
Ganze 7 Jahre ist er schon, bald wird er ausziehen und mir das Herz brechen.
Sein Herz ist im übrigen auch wieder frei. Mit seiner Freundin (Mama, ich glaube mit der F. bleibe ich für immer zusammen) ist auch nix mehr. Man hat sich zuviel gestritten und dann ist es einfach irgendwann auseinander gegangen, so der kleine Chef, als ich ihn fragte, ob er ihr zu ihrem Geburtstag Blumen pflücken wollte.
Nun sorgt er sich, dass er keine andere finden wird.
Die Angst konnte ich ihm nehmen.
Leider stehe ich nicht mehr an erster Stelle und Küsse in der Öffentlichkeit sind langsam "peinlich"
Heute morgen durfte ich aber wieder, sogar vor der ganzen Klasse, er hat mir den Knutschmund hingehalten, als ich die Nachfeiermuffins abgeliefert habe.
Da ist das Mutterherz gehüpft. :-)
Ansonsten, gibt es am Wochenende Besuch, darauf freue ich mich schon sehr, meine noch unheimlich junggebliebene Schulfreundin kommt zu Besuch, wir werden bestimmt cachen gehen, auch wenn ich bedauerlicherweise gestern unser Garmin einschicken musste. Defekt, kagge ist das.
Am Pfingstwochenende geht es nach Bremerhaven. Darauf freue ich mich auch schon sehr und dann steht auch unser langes Wochenende in Holland schon vor der Tür.
Ganze 7 Jahre ist er schon, bald wird er ausziehen und mir das Herz brechen.
Sein Herz ist im übrigen auch wieder frei. Mit seiner Freundin (Mama, ich glaube mit der F. bleibe ich für immer zusammen) ist auch nix mehr. Man hat sich zuviel gestritten und dann ist es einfach irgendwann auseinander gegangen, so der kleine Chef, als ich ihn fragte, ob er ihr zu ihrem Geburtstag Blumen pflücken wollte.
Nun sorgt er sich, dass er keine andere finden wird.
Die Angst konnte ich ihm nehmen.
Leider stehe ich nicht mehr an erster Stelle und Küsse in der Öffentlichkeit sind langsam "peinlich"
Heute morgen durfte ich aber wieder, sogar vor der ganzen Klasse, er hat mir den Knutschmund hingehalten, als ich die Nachfeiermuffins abgeliefert habe.
Da ist das Mutterherz gehüpft. :-)
Ansonsten, gibt es am Wochenende Besuch, darauf freue ich mich schon sehr, meine noch unheimlich junggebliebene Schulfreundin kommt zu Besuch, wir werden bestimmt cachen gehen, auch wenn ich bedauerlicherweise gestern unser Garmin einschicken musste. Defekt, kagge ist das.
Am Pfingstwochenende geht es nach Bremerhaven. Darauf freue ich mich auch schon sehr und dann steht auch unser langes Wochenende in Holland schon vor der Tür.
Freitag, 24. April 2009
Ich bin dann mal weg
Heute ist wohl wirklich der letzte ruhige Tag vor der geplanten Zeitreise.
Morgen wird der Hänger beladen, der im übrigen noch nicht hier ist und wie ich hörte auch noch nicht einmal angefragt wurde.
Ja, danke, ich freue mich sehr, wenn ich mich so gut auf Absprachen verlassen kann. Das wird sicherlich noch klappen...
Der Gatte muss die Stühle noch fertig bearbeiten, die Rückenlehne sieht noch aus wie ein gerades langes Brett und behandeln muss er sie auch noch, ausserdem will er die Keile alle noch einmal neu machen, ach ja, leider muss er auf jeden Fall am Samstag in die Firma, es ging kein Weg dran vorbei.
An zwei Gewändern muss ich noch minimale Feinarbeiten ausführen.
Für meine Hutkollektion, möchte ich noch einfache Hutständer bauen, das Holz konnte ich mir gestern schon zusammen suchen, angezeichnet habe ich es auch schon.
Sieben Hüte müssen noch mit Borte versehen werden.
Die Seifensteine haben noch keine "Steinadern".
Die Plane für unseren Stand hat noch keine Ösen, dafür gibt es schon mal ein Planendach, da sah es am Sonntag noch ganz düster aus.
Und die Hasenfelle, die warten eigentlich noch darauf eine Decke zu werden, zumindest für den kleinen Chef, aber wann mach ich das noch?
Im nächsten Jahr fange ich früher an, oder habe ich im nächsten Jahr gar nix mehr zutun?
Ich weiss jetzt schon, was ich am Gatten noch gerne sehen würde.
Und dann hätten wir auch genug Leihgewänder für Freunde.
Morgen wird der Hänger beladen, der im übrigen noch nicht hier ist und wie ich hörte auch noch nicht einmal angefragt wurde.
Ja, danke, ich freue mich sehr, wenn ich mich so gut auf Absprachen verlassen kann. Das wird sicherlich noch klappen...
Der Gatte muss die Stühle noch fertig bearbeiten, die Rückenlehne sieht noch aus wie ein gerades langes Brett und behandeln muss er sie auch noch, ausserdem will er die Keile alle noch einmal neu machen, ach ja, leider muss er auf jeden Fall am Samstag in die Firma, es ging kein Weg dran vorbei.
An zwei Gewändern muss ich noch minimale Feinarbeiten ausführen.
Für meine Hutkollektion, möchte ich noch einfache Hutständer bauen, das Holz konnte ich mir gestern schon zusammen suchen, angezeichnet habe ich es auch schon.
Sieben Hüte müssen noch mit Borte versehen werden.
Die Seifensteine haben noch keine "Steinadern".
Die Plane für unseren Stand hat noch keine Ösen, dafür gibt es schon mal ein Planendach, da sah es am Sonntag noch ganz düster aus.
Und die Hasenfelle, die warten eigentlich noch darauf eine Decke zu werden, zumindest für den kleinen Chef, aber wann mach ich das noch?
Im nächsten Jahr fange ich früher an, oder habe ich im nächsten Jahr gar nix mehr zutun?
Ich weiss jetzt schon, was ich am Gatten noch gerne sehen würde.
Und dann hätten wir auch genug Leihgewänder für Freunde.
Donnerstag, 23. April 2009
Sozialkontakte
Seit ich hier auf dem Land lebe, habe ich nicht so viele Freunde und Bekannte, wie ich es früher hatte.
Immer wieder merke ich, dass ich es einfach nicht hinbekomme, mich um Menschen zu kümmern. Nach der Arbeit und der weiten Fahrerei und dem täglichen Kontakt mit vielen Menschen, mag ich oft einfach nicht mehr und bin zu faul dazu.
Ab und an ärgere ich mich über mich selbst, besonders in den letzten drei Tagen.
Wieder sind mir zwei Frauen begegnet, die mir ganz deutliche Signale gesendet haben, dass sie gern mit mir zutun haben.
Am Montag bin ich in einen Geburtstag hineingeplatzt und war dennoch ein gern gesehener Gast, den man gar nicht gehen lassen wollte.
"Besuchst du mich bald wieder?" fragte eine ganz tolle Frau, deren Nähe und Gespräche mit ihr ich jedes mal geniesse.
Werde ich es diesmal schaffen?
Ich hoffe es, vielleicht treffen wir uns schon in der nächsten Woche.
Gestern war die Klassenlehrerin da.
"Es ist was zwischen uns, das habe ich gleich gespürt" so sagte sie, aber sie hätte sich vorgenommen, alle Eltern zu siezen.
"Dann warten wir eben noch drei Jahre" war meine lachende Antwort.
Und musste daran denken, dass ich sie fast - ganz ausversehen - mit einer Umarmung begrüsst hätte, als sie überraschend vor der Tür stand, wie ich es mit einer Freundin gemacht hätte.
Das zeigt wohl alles, dass ich mein Schneckenhaus langsam mal wieder verlassen sollte.
Nächste Woche habe ich ab Mittwochnachmittag genug Zeit dazu. 1.000 andere Lager von Mitlagernden werden um uns herum sein, da das wird Therapie genug sein.
Immer wieder merke ich, dass ich es einfach nicht hinbekomme, mich um Menschen zu kümmern. Nach der Arbeit und der weiten Fahrerei und dem täglichen Kontakt mit vielen Menschen, mag ich oft einfach nicht mehr und bin zu faul dazu.
Ab und an ärgere ich mich über mich selbst, besonders in den letzten drei Tagen.
Wieder sind mir zwei Frauen begegnet, die mir ganz deutliche Signale gesendet haben, dass sie gern mit mir zutun haben.
Am Montag bin ich in einen Geburtstag hineingeplatzt und war dennoch ein gern gesehener Gast, den man gar nicht gehen lassen wollte.
"Besuchst du mich bald wieder?" fragte eine ganz tolle Frau, deren Nähe und Gespräche mit ihr ich jedes mal geniesse.
Werde ich es diesmal schaffen?
Ich hoffe es, vielleicht treffen wir uns schon in der nächsten Woche.
Gestern war die Klassenlehrerin da.
"Es ist was zwischen uns, das habe ich gleich gespürt" so sagte sie, aber sie hätte sich vorgenommen, alle Eltern zu siezen.
"Dann warten wir eben noch drei Jahre" war meine lachende Antwort.
Und musste daran denken, dass ich sie fast - ganz ausversehen - mit einer Umarmung begrüsst hätte, als sie überraschend vor der Tür stand, wie ich es mit einer Freundin gemacht hätte.
Das zeigt wohl alles, dass ich mein Schneckenhaus langsam mal wieder verlassen sollte.
Nächste Woche habe ich ab Mittwochnachmittag genug Zeit dazu. 1.000 andere Lager von Mitlagernden werden um uns herum sein, da das wird Therapie genug sein.
Mittwoch, 22. April 2009
Muskelkater
Er ist jetzt schon zu spüren. Überall. Mein Körper hat überhaupt keinen einzigen Muskel mehr.
Nach über einem halben Jahr der völligen Untätigkeit, war ich heute zum ersten mal eine kurze Runde walken.
Der Stockeinsatz war noch nicht drin, ich habs gleich gemerkt, dass das noch Schmerzen und Ziehen verursacht, aber eine halbe Runde habe ich geschafft.
Nach einer halben Stunde geht es mir "im Problembereich" immer noch gut, ich werde es jetzt mal untersuchen und hoffe, dass ich heute wieder ein Stück altes Leben zurück gewonnen habe.
Nach über einem halben Jahr der völligen Untätigkeit, war ich heute zum ersten mal eine kurze Runde walken.
Der Stockeinsatz war noch nicht drin, ich habs gleich gemerkt, dass das noch Schmerzen und Ziehen verursacht, aber eine halbe Runde habe ich geschafft.
Nach einer halben Stunde geht es mir "im Problembereich" immer noch gut, ich werde es jetzt mal untersuchen und hoffe, dass ich heute wieder ein Stück altes Leben zurück gewonnen habe.
Ostergedanken Rückblick
Gerade habe ich bei Loco gelesen http://locojustloco.wordpress.com/ und möchte nun auch meine Ostereindrücke nachholen.
Vor zwei Jahren waren der Gatte, der kleine Chef und ich im Osternachtsgottesdienst und haben dort einen unvergesslichen Abend erlebt über den wir oft noch sprechen.
Der kleine Chef hat nicht soviel mitbekommen und hat bald lautstark zu schnarchen begonnen.
Ich habe mich dort in dieser kleinen Spätmittelalterlichen Kirche mit diesem herrlichen Pfarrer (der vor zwei Jahren unseren Sohn getauft hat) richtig wohl gefühlt.
So wie schon seit zig Jahren nicht mehr in der Kirche.
Ein grosses Osterfeuer mit viel Bier und Lärm hat mir überhaupt nicht gefehlt, im Gegenteil.
Im Jahr danach waren wir in Holland, das war auch schön, aber ich habe oft an die Osternacht in der kleinen Kirche gedacht...
In diesem Jahr wollte ich unbedingt wieder hin, gerne mit der ganzen Familie, der Gatte war leider nicht zu bewegen.
Der kleine Chef war dabei und ist auch diesmal nicht eingeschlafen.
Zum Abendmahl wurde natürlich auch geladen, die meisten gingen hin, nur der kleine Chef und ich blieben sitzen.
(Einschub für Loco: Es gab im übrigen richtiges Brot, das fand ich schon immer am schönsten und kleine Einzelbecher. Beim ersten mal war ich verblüfft, als ich die vor Jahren das erste mal sah, aber inzwischen habe ich mich damit angefreundet. Es kommt wohl auch stets darauf an, wie es ausgeteilt wird und ob es seltsam befremdlich wirkt und rüber gebracht wird oder mit einer freundlichen Selbstverständlichkeit gereicht wird.)
In der Kirche hatte ich ihm noch gesagt, dass ich natürlich bei ihm bleiben würde, damit er nicht alleine sitzen bleiben muss.
Wirklich geglaubt hat er mir nicht, so hat er mich gefragt, warum ich nicht nach vorne gegangen bin.
Auf der Rückfahrt hatten wir ein längeres Gespräch und ich habe zum ersten mal ganz offen über meinen Glauben/Nichtglauben mit ihm gesprochen, bisher wollte ich das nicht. Er glaubt ganz offen und fest an Gott, da ist es nicht am mir den Zweifel zu setzen.
Aber in dieser besonderen Nacht war der Zeitpunkt gekommen, an dem ich ihm sagen konnte: "ich habe meinen Glauben vor vielen Jahren verloren, bin gar nicht mehr in die Kirche gegangen. Erst seit ich diesen besonderen Pfarrer kennengelernt habe, kann ich ab und an wieder hingehen, aber zum Abendmahl kann und will ich noch nicht wieder gehen."
Der kleine Chef war ganz erstaunt und sagte dann: Mama, ich helfe dir deinen Glauben wiederzufinden."
Ich muss wohl nicht erwähnen, dass bei mir die Tränen liefen.
Wir haben beschlossen, dass wir häufiger am Sonntag zusammen in die Kirche werden gehen.
Sonntag in zwei Wochen werden wir während des Mittelalterevents am Feldgottestdienst teilnehmen, dort wurde der kleine Chef ja vor zwei Jahren getauft.
Es hat mir immer gut gefallen und ich habe den Gottesdienst gemocht, so wie er in den letzten Jahren stattfand.
Seit dem letzten Jahr gibt es eine Veränderung. Es wird ein ökomenischer Gottesdienst werden.
Gefällt mir nicht so gut. Mein Unbehangen mit der katholischen Kirche habe ich in den letzten Jahren, aus Freundschaft, gut unterdrücken können, nun kommt er wieder richtig stark zum Vorschein.
Für mich kann Kirche gerade nur mit diesem einen Pfarrer stattfinden.
"Ich bin sehr stolz auf meinen Mann" sagte mir seine Frau vor ein paar Tagen und lud mich zum Kaffee ein (den ich mir noch nicht mit ihr getrunken habe)
"das können sie auch" war meine Antwort.
Ich bin gespannt, wie es mit mir und der Kirche weitergehen wird. eines ist mir klar geworden, auch für meine guten Freunde, werde ich nicht mehr an Feierlichkeiten der katholischen Kirche teilnehmen, den die werden es schaffen mich für immer zu vertreiben.
Auch kein Kirchenkarneval mehr!
Vor zwei Jahren waren der Gatte, der kleine Chef und ich im Osternachtsgottesdienst und haben dort einen unvergesslichen Abend erlebt über den wir oft noch sprechen.
Der kleine Chef hat nicht soviel mitbekommen und hat bald lautstark zu schnarchen begonnen.
Ich habe mich dort in dieser kleinen Spätmittelalterlichen Kirche mit diesem herrlichen Pfarrer (der vor zwei Jahren unseren Sohn getauft hat) richtig wohl gefühlt.
So wie schon seit zig Jahren nicht mehr in der Kirche.
Ein grosses Osterfeuer mit viel Bier und Lärm hat mir überhaupt nicht gefehlt, im Gegenteil.
Im Jahr danach waren wir in Holland, das war auch schön, aber ich habe oft an die Osternacht in der kleinen Kirche gedacht...
In diesem Jahr wollte ich unbedingt wieder hin, gerne mit der ganzen Familie, der Gatte war leider nicht zu bewegen.
Der kleine Chef war dabei und ist auch diesmal nicht eingeschlafen.
Zum Abendmahl wurde natürlich auch geladen, die meisten gingen hin, nur der kleine Chef und ich blieben sitzen.
(Einschub für Loco: Es gab im übrigen richtiges Brot, das fand ich schon immer am schönsten und kleine Einzelbecher. Beim ersten mal war ich verblüfft, als ich die vor Jahren das erste mal sah, aber inzwischen habe ich mich damit angefreundet. Es kommt wohl auch stets darauf an, wie es ausgeteilt wird und ob es seltsam befremdlich wirkt und rüber gebracht wird oder mit einer freundlichen Selbstverständlichkeit gereicht wird.)
In der Kirche hatte ich ihm noch gesagt, dass ich natürlich bei ihm bleiben würde, damit er nicht alleine sitzen bleiben muss.
Wirklich geglaubt hat er mir nicht, so hat er mich gefragt, warum ich nicht nach vorne gegangen bin.
Auf der Rückfahrt hatten wir ein längeres Gespräch und ich habe zum ersten mal ganz offen über meinen Glauben/Nichtglauben mit ihm gesprochen, bisher wollte ich das nicht. Er glaubt ganz offen und fest an Gott, da ist es nicht am mir den Zweifel zu setzen.
Aber in dieser besonderen Nacht war der Zeitpunkt gekommen, an dem ich ihm sagen konnte: "ich habe meinen Glauben vor vielen Jahren verloren, bin gar nicht mehr in die Kirche gegangen. Erst seit ich diesen besonderen Pfarrer kennengelernt habe, kann ich ab und an wieder hingehen, aber zum Abendmahl kann und will ich noch nicht wieder gehen."
Der kleine Chef war ganz erstaunt und sagte dann: Mama, ich helfe dir deinen Glauben wiederzufinden."
Ich muss wohl nicht erwähnen, dass bei mir die Tränen liefen.
Wir haben beschlossen, dass wir häufiger am Sonntag zusammen in die Kirche werden gehen.
Sonntag in zwei Wochen werden wir während des Mittelalterevents am Feldgottestdienst teilnehmen, dort wurde der kleine Chef ja vor zwei Jahren getauft.
Es hat mir immer gut gefallen und ich habe den Gottesdienst gemocht, so wie er in den letzten Jahren stattfand.
Seit dem letzten Jahr gibt es eine Veränderung. Es wird ein ökomenischer Gottesdienst werden.
Gefällt mir nicht so gut. Mein Unbehangen mit der katholischen Kirche habe ich in den letzten Jahren, aus Freundschaft, gut unterdrücken können, nun kommt er wieder richtig stark zum Vorschein.
Für mich kann Kirche gerade nur mit diesem einen Pfarrer stattfinden.
"Ich bin sehr stolz auf meinen Mann" sagte mir seine Frau vor ein paar Tagen und lud mich zum Kaffee ein (den ich mir noch nicht mit ihr getrunken habe)
"das können sie auch" war meine Antwort.
Ich bin gespannt, wie es mit mir und der Kirche weitergehen wird. eines ist mir klar geworden, auch für meine guten Freunde, werde ich nicht mehr an Feierlichkeiten der katholischen Kirche teilnehmen, den die werden es schaffen mich für immer zu vertreiben.
Auch kein Kirchenkarneval mehr!
Freitag, 17. April 2009
Genähtes - Kleidung
Ich glaube, ich habe jede Naht bestimmt vier mal genäht. Wäre der Stoff nicht so teuer gewesen, wäre es bestimmt im Müll gelandet. Nun bin ich endlich zufrieden und finde es sehr gelungen. Es sieht ganz schlicht aus, sollte es auch, die Ärmel sind innen gefüttert und am Hals ist eine ganz tolle einfache Borte.
Am Kragen gibt es jeweils Unterschiede.
Dann gibt es noch ein schwarzes Gewand, welches der Gatte bekommen sollte. Es sieht an ihm aber aus wie eine Glocke oder ein Kleid der wilden 50er.
Er will es nicht tragen, ich mag es ja nicht wenn auch noch gemeckert wird. Dankbar sollen sie sein, dass ich soviel genäht habe!!! :-)
Aber im Ernst: das Ding sieht wirklich Kacke aus, das muss noch mal ganz neu genäht werden. Und das wird nicht mehr bis zum 1. Mai geschehen.
Nu muss mal gut sein.
Genähtes/Gefilztes - Kopfbedeckungen
Gebasteltes
Output der letzten Monate.
Ich bin froh, dass das Handarbeiten und Basteln erfunden wurde, sonst wäre ich in den letzten Monaten wohl durchgedreht.
Heute habe ich die Produktion der Duftsäckchen beendet und muss auch nur noch ein einziges Gewand nähen.
Ein Höllenfensterkleid für eine Freundin, das hat sie zum Geburtstag von uns bekommen. Muss bis morgen fertig sein, leider habe ich es noch nicht einmal zugeschnitten.
Aber hier mal ein paar Fotos.

Gefilzte Kappe

Lesezeichen, davon habe ich nicht so viele, sind ein paar schon von mir verschenkt worden.
Kleine Duftsäckchen gefüllt mit Lavendel
Duftsäckchen bzw. Entspannungsduftsäckchen. Gefüllt mit Melisse, Hopfen und Lavendel
Ich bin froh, dass das Handarbeiten und Basteln erfunden wurde, sonst wäre ich in den letzten Monaten wohl durchgedreht.
Heute habe ich die Produktion der Duftsäckchen beendet und muss auch nur noch ein einziges Gewand nähen.
Ein Höllenfensterkleid für eine Freundin, das hat sie zum Geburtstag von uns bekommen. Muss bis morgen fertig sein, leider habe ich es noch nicht einmal zugeschnitten.
Aber hier mal ein paar Fotos.
Gefilzte Kappe
Lesezeichen, davon habe ich nicht so viele, sind ein paar schon von mir verschenkt worden.
Kommunikationsgestört
Noch immer spüre ich eine Kommunikationsstörung in mir. Ich schaffe es nicht, mal den Hörer in die Hand zu nehmen und zu telefonieren, obwohl ich es mir für die Ostertage so sehr vorgenommen habe.
Emails beantworte ich gerade auch nur schleppend und eine Karte wollte ich schon am Dienstag abgeschickt habe.
Ich habe gerade das Gefühl, dass ich das letzte halbe Jahr verdauen muss.
Körperlich geht es mir besser, einseitig laufe ich seit ein paar Tagen ohne Verband rum, aber es ist etwas zurückgeblieben.
Meine Motivation ist so gegen Null gefahren, dass ich mich nun endlich mal wieder aus dem Sumpf ziehen muss.
Hausarbeiten und Alltägliches was ich sonst nebenher gemacht habe, fällt mir immer noch schwer.
Heute werde ich mich mal an den Berg Bügelwäsche machen, den kleinen Chef habe ich schon zum Sockensortieren verdonnert.
Und dann steht das Mittelalterlager vor der Tür, da muss auch noch einiges fertiggestellt werden, für den Stand noch etwas, der Stand selbst ist noch nicht gemacht und ein Übergewand habe ich auch noch zu nähen.
Emails beantworte ich gerade auch nur schleppend und eine Karte wollte ich schon am Dienstag abgeschickt habe.
Ich habe gerade das Gefühl, dass ich das letzte halbe Jahr verdauen muss.
Körperlich geht es mir besser, einseitig laufe ich seit ein paar Tagen ohne Verband rum, aber es ist etwas zurückgeblieben.
Meine Motivation ist so gegen Null gefahren, dass ich mich nun endlich mal wieder aus dem Sumpf ziehen muss.
Hausarbeiten und Alltägliches was ich sonst nebenher gemacht habe, fällt mir immer noch schwer.
Heute werde ich mich mal an den Berg Bügelwäsche machen, den kleinen Chef habe ich schon zum Sockensortieren verdonnert.
Und dann steht das Mittelalterlager vor der Tür, da muss auch noch einiges fertiggestellt werden, für den Stand noch etwas, der Stand selbst ist noch nicht gemacht und ein Übergewand habe ich auch noch zu nähen.
Freitag, 10. April 2009
Licht
Endlich Licht am Ende des Tunnels.
Wie lange ich nicht wirklich im "Einsatz" war habe ich gestern, als ich in zwei Räumen die Spinnweben an der Decke weggesaugt habe.
Die neue Therapie ist gut angeschlagen und mir geht es wirklich endlich besser.
Morgen werde ich versuchen einseitig ohne Verband rumzulaufen.
Ich freue mich auf schöne Ostertage.
Wie lange ich nicht wirklich im "Einsatz" war habe ich gestern, als ich in zwei Räumen die Spinnweben an der Decke weggesaugt habe.
Die neue Therapie ist gut angeschlagen und mir geht es wirklich endlich besser.
Morgen werde ich versuchen einseitig ohne Verband rumzulaufen.
Ich freue mich auf schöne Ostertage.
Freitag, 3. April 2009
Loch
Vor genau einer Woche bin ich in ein ganz ganz tiefes Loch gefallen.
Meine Lebensqualität habe ich nachgefragt, mir selbst die Frage gestellt, was mir gerade Spaß macht und wie es mir geht.
Die dauernden Schmerzen und das eingeschränkt/behindert sein, zermürbt mich.
Ich funktioniere noch einigermassen, breche dann am Abend ein.
Möchte am liebsten schon um 19 Uhr im Bett liegen, ab und an gebe ich dem nach.
Soziale Kontakte sind mir ein Greul.
Es gibt nur ganz wenige mit denen ich zur Zeit sprechen möchte und kann, aber auch das strengt mich meist an.
Drei Tage habe ich gebraucht, um mich bei einer Freundin für ein Geschenk zu bedanken, ich hoffe sie sieht es mir nach.
Gestern habe ich es nicht geschafft mich für einen zweistündigen Abendtermin aufzuraffen.
Ich kann das Haus einfach nicht verlassen, sobald ich hier angekommen bin.
Am Freitag war ich wirklich sicher, dass es so nicht auf Dauer weiter gehen kann, dann gehe ich ein, da hilft auch irgendwann kein (therapeutisches) Basteln und Handwerken mehr.
Mit der Lymphdrainage haben wir/sie übertrieben, das war zuviel des guten. Jetzt machen wir es anders, nachdem wir eine Woche pausieren mussten.
Ausserdem sind am Sonntag wieder drei Fäden durchgewandert.
Es war gut, als sie draussen waren und seitdem geht es auch wieder besser.
Heute hat mich eine Schulfreundin angerufen, wir hatten uns im Dezember zuletzt gesehen, damals war sie plötzlich erkrankt und bei unserem Treffen verschwunden. Heute berichtete sie mir, dass sie ebenfalls in ein Loch gefallen war, nun möchte sie wieder raus und hat sich als eine der ersten Aktionen vorgenommen, sich wieder bei mir zu melden.
Hat mich gefreut, es war ein sehr lustiges Telefonat und ich habs genossen mit ihr zu sprechen.
Das schlimmste an dem Ganzen ist für mich, dass ich solche Dauerleidenden wie ich es bin, nicht ausstehen kann.
Die nerven.
Ich nerve.
Man muss auch beissen können, sage ich gerne.
Ich finde ich habe lange genug gebissen.
Meine Lebensqualität habe ich nachgefragt, mir selbst die Frage gestellt, was mir gerade Spaß macht und wie es mir geht.
Die dauernden Schmerzen und das eingeschränkt/behindert sein, zermürbt mich.
Ich funktioniere noch einigermassen, breche dann am Abend ein.
Möchte am liebsten schon um 19 Uhr im Bett liegen, ab und an gebe ich dem nach.
Soziale Kontakte sind mir ein Greul.
Es gibt nur ganz wenige mit denen ich zur Zeit sprechen möchte und kann, aber auch das strengt mich meist an.
Drei Tage habe ich gebraucht, um mich bei einer Freundin für ein Geschenk zu bedanken, ich hoffe sie sieht es mir nach.
Gestern habe ich es nicht geschafft mich für einen zweistündigen Abendtermin aufzuraffen.
Ich kann das Haus einfach nicht verlassen, sobald ich hier angekommen bin.
Am Freitag war ich wirklich sicher, dass es so nicht auf Dauer weiter gehen kann, dann gehe ich ein, da hilft auch irgendwann kein (therapeutisches) Basteln und Handwerken mehr.
Mit der Lymphdrainage haben wir/sie übertrieben, das war zuviel des guten. Jetzt machen wir es anders, nachdem wir eine Woche pausieren mussten.
Ausserdem sind am Sonntag wieder drei Fäden durchgewandert.
Es war gut, als sie draussen waren und seitdem geht es auch wieder besser.
Heute hat mich eine Schulfreundin angerufen, wir hatten uns im Dezember zuletzt gesehen, damals war sie plötzlich erkrankt und bei unserem Treffen verschwunden. Heute berichtete sie mir, dass sie ebenfalls in ein Loch gefallen war, nun möchte sie wieder raus und hat sich als eine der ersten Aktionen vorgenommen, sich wieder bei mir zu melden.
Hat mich gefreut, es war ein sehr lustiges Telefonat und ich habs genossen mit ihr zu sprechen.
Das schlimmste an dem Ganzen ist für mich, dass ich solche Dauerleidenden wie ich es bin, nicht ausstehen kann.
Die nerven.
Ich nerve.
Man muss auch beissen können, sage ich gerne.
Ich finde ich habe lange genug gebissen.
Freitag, 27. März 2009
Talsohle
Und wieder schreite ich durch eine Talsohle. Ob ich mich der Hoffnung hingebe, dass es die letzte sein wird?
Ich weiss es nicht, eigentlich möchte ich ruhig und rational sein, andererseits lege ich schon sehr grosse Hoffnung in die derzeitige Behandlung.
Durch die Mobilisierung und "Reizung" ist einiges in Bewegung.
Es fliesst viel ab, nicht so wie gedacht, nach innen, sondern auch wieder ganz verstärkt nach aussen.
Gestern waren die Narben ganz geschwollen und wullstig und ich hatte dauernd stechende Schmerzen.
Um kurz vor 19 Uhr lag ich mal wieder im Bett.
Mein Lieblingsplatz zur Zeit.
Heute schaut meine Therapeutin mal nach mir, vielleicht machen wir weiter, wenn dann ganz vorsichtig.
Morgen unternimmt unsere kleine Mittelaltergruppe einen Ausflug zur Ronneburg.
Ich habe schon abgesagt, erst die lange Fahrt, dann noch mit dem schweren Mittelalterzeug am Körper rumlaufen, das hat echt keinen Sinn.
:-(
Ich weiss es nicht, eigentlich möchte ich ruhig und rational sein, andererseits lege ich schon sehr grosse Hoffnung in die derzeitige Behandlung.
Durch die Mobilisierung und "Reizung" ist einiges in Bewegung.
Es fliesst viel ab, nicht so wie gedacht, nach innen, sondern auch wieder ganz verstärkt nach aussen.
Gestern waren die Narben ganz geschwollen und wullstig und ich hatte dauernd stechende Schmerzen.
Um kurz vor 19 Uhr lag ich mal wieder im Bett.
Mein Lieblingsplatz zur Zeit.
Heute schaut meine Therapeutin mal nach mir, vielleicht machen wir weiter, wenn dann ganz vorsichtig.
Morgen unternimmt unsere kleine Mittelaltergruppe einen Ausflug zur Ronneburg.
Ich habe schon abgesagt, erst die lange Fahrt, dann noch mit dem schweren Mittelalterzeug am Körper rumlaufen, das hat echt keinen Sinn.
:-(
Mittwoch, 25. März 2009
Überraschungsparty
Eine Freundin hatte Geburtstag, da ihre Tochter am Tag zuvor ebenfalls Geburtstag hatte und einen grösseren dazu und sie obendrei am Montag zu einer 6wöchigen Kur aufbricht, wollte sie nicht feiern.
Wir wollten aber, dass sie feiert und so war schnell die Idee geboren, dass wir ihr eine kleine Überraschungsparty bereiten.
Natürlich haben wir im Laufe des Tages alle angerufen, um zu gratulieren.
Ein grässliches Erlebnis war dieses Telefonat, ich habe gemerkt, dass sie traurig war, dass keiner kam, der kleine Chef hatte auch nur ein kurzes ja-ja Gespräch mit ihr, da er in Sorge war, etwas zu verraten und so war ich von einem schlechten Gewissen geplagt.
Für die Party war alles gut geplant, die Kinder der Jubilarin eingeweiht, sie wollten sie mit verbunden Augen zur Party bringen, die Häppchen standen bereit, die Girlanden hingen an der Wand, wir hatten die Partyhütchen auf.
Dann klingelt das Telefon.
Es war 19.45 in 15 Minuten sollte die Überraschung steigen.
Am anderen Ende, die jüngste Tochter mit der Nachricht, ihre Mutter wäre ins Altersheim gefahren, die Tante besuchen.
Sie war nicht aufzuhalten.
Na toll, da waren wir überrascht.
Zwei drei Telefonate ging es hin und her, die Kinder handlungsunfähig. Dann der Vorschlag von B. "Ich fahr da jetzt hin und hole sie da raus."
Gesagt getan, eine viertelstunde später war das Geburtstagskind da und wir konnten endlich "Überraschung" rufen.
Da hat sie sich erst mal setzen müssen und sammeln.
Die Überrschung war doch noch gelungen und wir hatten einen schönen Abend.
Wir wollten aber, dass sie feiert und so war schnell die Idee geboren, dass wir ihr eine kleine Überraschungsparty bereiten.
Natürlich haben wir im Laufe des Tages alle angerufen, um zu gratulieren.
Ein grässliches Erlebnis war dieses Telefonat, ich habe gemerkt, dass sie traurig war, dass keiner kam, der kleine Chef hatte auch nur ein kurzes ja-ja Gespräch mit ihr, da er in Sorge war, etwas zu verraten und so war ich von einem schlechten Gewissen geplagt.
Für die Party war alles gut geplant, die Kinder der Jubilarin eingeweiht, sie wollten sie mit verbunden Augen zur Party bringen, die Häppchen standen bereit, die Girlanden hingen an der Wand, wir hatten die Partyhütchen auf.
Dann klingelt das Telefon.
Es war 19.45 in 15 Minuten sollte die Überraschung steigen.
Am anderen Ende, die jüngste Tochter mit der Nachricht, ihre Mutter wäre ins Altersheim gefahren, die Tante besuchen.
Sie war nicht aufzuhalten.
Na toll, da waren wir überrascht.
Zwei drei Telefonate ging es hin und her, die Kinder handlungsunfähig. Dann der Vorschlag von B. "Ich fahr da jetzt hin und hole sie da raus."
Gesagt getan, eine viertelstunde später war das Geburtstagskind da und wir konnten endlich "Überraschung" rufen.
Da hat sie sich erst mal setzen müssen und sammeln.
Die Überrschung war doch noch gelungen und wir hatten einen schönen Abend.
Gesundheitsstatus
Am Montag war ich mal wieder bei meinem Arzt, der vor über 5 Monaten die OP durchgeführt hat. Ich hatte wenig erwarte, eigentlich gewusst wie es sein wird, aber es kam von ihm noch weniger.
Er hatte solch einen Fall noch nicht, er kann es sich nicht erklären.
Ursachenforschung?Keine.
Ideen? Keine.
Verständnis? Wohl auch keines.
Eigentlich hat man wohl auch nach der OP keine Schmerzen und braucht keine Schmerzmittel. Ich brauchte die, mir ging es nicht gut, warum hat man da nicht schon mal ein Gespräch gesucht?
Verstehe ich nicht.
Wenn ich mag kann ich den OP Bericht lesen, es gab keine Zwischenfälle.
Das glaube ich ihm auch, das ist gar nicht der Punkt, ich gehe bis heute davon aus, dass kein Fehler bei der OP vorgefallen ist.
Augenscheinlich habe ich dennochb Probleme. Und das schon sehr lange.
Die eine Seite ist wieder mehr offen als vorher, dafür ist der Faustgrosse feste Knubbel deutlich kleiner geworden, seit ich die Lymphdrainage bekomme.
Dafür habe ich auch von ihm ein Folgerezept bekommen, er schient froh zu sein, dass meine Hausärztin und ich eine Idee der Weiterbehandlung haben.
Sein Thema ist es nicht, das wurde ganz deutlich.
Ich soll noch mal wieder kommen.
"Warum" habe ich gefragt.
"Ich möchte wissen wie es ausgeht" war seine Antwort.
Im Auto auf dem Rückweg habe ich mich verarscht gefühlt, auch weil er mir das Gefühl vermittelt hat, als würde ich mich "anstellen" oder so, ich hatte sogar das Bedürfnis mich zu Rechtfertigen.
Das gefällt mir nicht.
Dafür muss ich nicht 4 Stunden Autofahrt auf mich nehmen.
Er hatte solch einen Fall noch nicht, er kann es sich nicht erklären.
Ursachenforschung?Keine.
Ideen? Keine.
Verständnis? Wohl auch keines.
Eigentlich hat man wohl auch nach der OP keine Schmerzen und braucht keine Schmerzmittel. Ich brauchte die, mir ging es nicht gut, warum hat man da nicht schon mal ein Gespräch gesucht?
Verstehe ich nicht.
Wenn ich mag kann ich den OP Bericht lesen, es gab keine Zwischenfälle.
Das glaube ich ihm auch, das ist gar nicht der Punkt, ich gehe bis heute davon aus, dass kein Fehler bei der OP vorgefallen ist.
Augenscheinlich habe ich dennochb Probleme. Und das schon sehr lange.
Die eine Seite ist wieder mehr offen als vorher, dafür ist der Faustgrosse feste Knubbel deutlich kleiner geworden, seit ich die Lymphdrainage bekomme.
Dafür habe ich auch von ihm ein Folgerezept bekommen, er schient froh zu sein, dass meine Hausärztin und ich eine Idee der Weiterbehandlung haben.
Sein Thema ist es nicht, das wurde ganz deutlich.
Ich soll noch mal wieder kommen.
"Warum" habe ich gefragt.
"Ich möchte wissen wie es ausgeht" war seine Antwort.
Im Auto auf dem Rückweg habe ich mich verarscht gefühlt, auch weil er mir das Gefühl vermittelt hat, als würde ich mich "anstellen" oder so, ich hatte sogar das Bedürfnis mich zu Rechtfertigen.
Das gefällt mir nicht.
Dafür muss ich nicht 4 Stunden Autofahrt auf mich nehmen.
Freitag, 13. Februar 2009
Erwartungen
Der Tag beginnt, die Erwartung erwacht.
Viele ergeben sich zwangsläufig aus dem Tagesablauf und dem Alltag heraus, sind selbstverständliche Routine geworden. Manche sogar liebgewordene, auch wenn mir jetzt gerade keine einfällt.
Nicht nur am mich werden täglich Erwartungen von allen Seiten gestellt, auch ich erwarte täglich tausend Dinge und sei es nur, dass der Autofahrer vor mir bei grün an der Ampel losfährt.
Ohne Erwartungen geht es nicht und ohne gegenseitige Erfüllungen ebenfalls nicht.
Aber dann gibt es welche, die mich überraschen, erstaunen, einschränken, abschrecken, mich auf eine Ebene stellen, auf der ich nicht stehen mag. Vermittelt mir der Erwartungssender, dass er sich auf der Erwachsenenebene befindet und mich auf eine Kindebene schickt, dann mag ich keiner Erwartung nachkommen, dann betrachte ich sie auch viel kritischer als ich es normalerweise getan hätte und würde am liebsten (trotzig, schliesslich bin ich schon in der Kinderrolle) ins Gegenteil verfallen.
Manchmal denke ich, ich bin alt, ich mag keine Erwartungen mehr erfüllen müssen. Cool sein muss ich auch nicht mehr, zumindest nicht mehr so doll, naja ganz uncool geht halt auch gar nicht.
Aber für andere etwas darstellen wollen, müssen mag ich auch nicht mehr.
Gestern hatte ich im Job eine klare Erwartungshaltung. Wenn man mit drei Firmen bei einer vierten Firma zu Gast ist und dort etwas präsentiert, bespricht und Lösungen sucht, eine der drei Anwesenden firmen auch noch Unterstützung anbietet, ohne davon etwas "zu haben" dann erwarten alle Gäste, dass man bewirtet wird, besonders wenn die Agenda von 9.30 bis 15.30 Uhr angesetzt ist.
Ein kleiner Mittagsimbiss ist hier üblich, zumindest Plätzchen, aber nichts dergleichen, sogar nach der zweiten Kanne Kaffee musste nachgefragt werden. In der Mittagspause verliess der Gastgeber den Besprechungsraum und lies die Gäste zurück.
Erwartungen nicht zu erfüllen, kann sehr peinlich sein. Von der Weihnachtsgeschenkeliste ist dieses Unternehmen gestrichen! Und die Rabatte senke ich ebenfalls sofort!
Viele ergeben sich zwangsläufig aus dem Tagesablauf und dem Alltag heraus, sind selbstverständliche Routine geworden. Manche sogar liebgewordene, auch wenn mir jetzt gerade keine einfällt.
Nicht nur am mich werden täglich Erwartungen von allen Seiten gestellt, auch ich erwarte täglich tausend Dinge und sei es nur, dass der Autofahrer vor mir bei grün an der Ampel losfährt.
Ohne Erwartungen geht es nicht und ohne gegenseitige Erfüllungen ebenfalls nicht.
Aber dann gibt es welche, die mich überraschen, erstaunen, einschränken, abschrecken, mich auf eine Ebene stellen, auf der ich nicht stehen mag. Vermittelt mir der Erwartungssender, dass er sich auf der Erwachsenenebene befindet und mich auf eine Kindebene schickt, dann mag ich keiner Erwartung nachkommen, dann betrachte ich sie auch viel kritischer als ich es normalerweise getan hätte und würde am liebsten (trotzig, schliesslich bin ich schon in der Kinderrolle) ins Gegenteil verfallen.
Manchmal denke ich, ich bin alt, ich mag keine Erwartungen mehr erfüllen müssen. Cool sein muss ich auch nicht mehr, zumindest nicht mehr so doll, naja ganz uncool geht halt auch gar nicht.
Aber für andere etwas darstellen wollen, müssen mag ich auch nicht mehr.
Gestern hatte ich im Job eine klare Erwartungshaltung. Wenn man mit drei Firmen bei einer vierten Firma zu Gast ist und dort etwas präsentiert, bespricht und Lösungen sucht, eine der drei Anwesenden firmen auch noch Unterstützung anbietet, ohne davon etwas "zu haben" dann erwarten alle Gäste, dass man bewirtet wird, besonders wenn die Agenda von 9.30 bis 15.30 Uhr angesetzt ist.
Ein kleiner Mittagsimbiss ist hier üblich, zumindest Plätzchen, aber nichts dergleichen, sogar nach der zweiten Kanne Kaffee musste nachgefragt werden. In der Mittagspause verliess der Gastgeber den Besprechungsraum und lies die Gäste zurück.
Erwartungen nicht zu erfüllen, kann sehr peinlich sein. Von der Weihnachtsgeschenkeliste ist dieses Unternehmen gestrichen! Und die Rabatte senke ich ebenfalls sofort!
Dienstag, 10. Februar 2009
Erwischt
Uns hat es auch erwischt.
Ne schöne fette Erkältung hat sich in der Kleinfamilie eingenistet.
Das Wochenende haben wir vegetiert und nun versuche ich die ganze Zeit NICHT zu husten.
Das nervt doch. Natürlich hat es sich wieder deutlich verschlechtert.
Am Sonntag habe ich mich vor der Wundversorgung betrachtet. Schön sieht es nicht aus. Vorher war es auch nicht schön, aber gewohnt unschön, nun ist es ungewohnt unschön. Eher hässlich.
Zeigen würde ich mich so nirgends.
Der Gatte hat noch Hoffnung, dass es schöner wird, vielleicht hat er mich auch angelogen, um mich aufzubauen, ich weiss es nicht.
Er hat mir allerdings zugestimmt, dass es jetzt nicht gut aussieht.
Es macht mich müde, dass es nicht voran geht, wenns wenigstens verheilen würde, könnte ich mit "nicht so schön" leben, aber ich möchte gerne wieder Freizeitaktivitäten nachgehen können, nur auf der Couch zu sitzen und zu sticken ist auf Dauer echt langweilig, dafür habe ich nun sehr viele neue Produkte für unseren Stand bei den Ritterspielen.
Ne schöne fette Erkältung hat sich in der Kleinfamilie eingenistet.
Das Wochenende haben wir vegetiert und nun versuche ich die ganze Zeit NICHT zu husten.
Das nervt doch. Natürlich hat es sich wieder deutlich verschlechtert.
Am Sonntag habe ich mich vor der Wundversorgung betrachtet. Schön sieht es nicht aus. Vorher war es auch nicht schön, aber gewohnt unschön, nun ist es ungewohnt unschön. Eher hässlich.
Zeigen würde ich mich so nirgends.
Der Gatte hat noch Hoffnung, dass es schöner wird, vielleicht hat er mich auch angelogen, um mich aufzubauen, ich weiss es nicht.
Er hat mir allerdings zugestimmt, dass es jetzt nicht gut aussieht.
Es macht mich müde, dass es nicht voran geht, wenns wenigstens verheilen würde, könnte ich mit "nicht so schön" leben, aber ich möchte gerne wieder Freizeitaktivitäten nachgehen können, nur auf der Couch zu sitzen und zu sticken ist auf Dauer echt langweilig, dafür habe ich nun sehr viele neue Produkte für unseren Stand bei den Ritterspielen.
Samstag, 31. Januar 2009
Auf und Ab
Kurz ging es besser, seit gestern Nachmittag wieder deutlich schlechter.
Es fiel mir schwer den kleinen Chef zum Taekwondo zu bringen, noch schlimmer war das Abholen, mit Warterei.
Ich hätte heulen können, mich auf den Boden legen, alles festhalten.
Zu Hause hatte ich schon die warme Höhle vorbereitet, in die haben wir uns dann zurückgezogen, das war gut fürs Gemüt.
Bewegt habe ich mich an dem Tag gar nicht mehr. Retterspitz habe ich wieder weggelassen, dafür das bewährte Kühlakku wieder herausgeholt.
Heute habe ich auch die Hausarbeit fast vollständig liegen lassen, bis auf ein paar Handgriffe im Bad und der Küche, der kleine Chef hat gesaugt und so sieht es wenigstens einigermassen aus.
Einkaufen kann ich auch nicht mehr alleine, da muss der Gatte nachher ran, wenn er von der Arbeit wiederkommt.
Es fiel mir schwer den kleinen Chef zum Taekwondo zu bringen, noch schlimmer war das Abholen, mit Warterei.
Ich hätte heulen können, mich auf den Boden legen, alles festhalten.
Zu Hause hatte ich schon die warme Höhle vorbereitet, in die haben wir uns dann zurückgezogen, das war gut fürs Gemüt.
Bewegt habe ich mich an dem Tag gar nicht mehr. Retterspitz habe ich wieder weggelassen, dafür das bewährte Kühlakku wieder herausgeholt.
Heute habe ich auch die Hausarbeit fast vollständig liegen lassen, bis auf ein paar Handgriffe im Bad und der Küche, der kleine Chef hat gesaugt und so sieht es wenigstens einigermassen aus.
Einkaufen kann ich auch nicht mehr alleine, da muss der Gatte nachher ran, wenn er von der Arbeit wiederkommt.
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